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Digitale Helfer gegen Fahrraddiebe

Digitale Helfer gegen Fahrraddiebstahl

Sagenhafte fünf Rennräder wurden Martin Jäger, 27, während seiner Zeit als Maschinenbaustudent gestohlen. Kein noch so teures Fahrradschloss half, und es war auch egal, wie und wo er die Räder anschloss. 2012 gründete er deshalb in Berlin die Internetplattform FahrradJäger. Hoffnung für Bestohlene bringt seitdem das offene Diebstahl­register. Dazu registriert man sein Fahrrad vorsorglich mit Foto, Rahmennummer und Merkmalen. Wenn das Rad dann gestohlen werden sollte, sind es nur ein paar Mausklicks, um es zur Jagd freizugeben. Von den circa 3?000 auf der Website vermissten Fahrrädern wurden auf diese Art fast sieben Prozent mit ihrem Besitzer wiedervereint. Ein gutes Ergebnis: Die Berliner Polizei konnte von den im vergangenen Jahr 30?758 in der Hauptstadt als gestohlen gemeldeten Fahrrädern nur rund vier Prozent an ihre Besitzer zurückgeben.
Auch die jüngste Entwicklung von Martin Jäger und seinen Mitstreitern Steffi Wulf und Anton Marcuse soll gegen Langfinger helfen. Unter dem Namen InsecT (Intelligent Security Technology) entwickeln die Berliner Fahrrad­Jäger derzeit einen am Fahrradrahmen befestigten Bluetooth-Sender, der über eine App mit dem Smartphone verbunden ist und Alarm schlagen soll, wenn jemand versucht, das Gefährt zu stehlen. Zusätzlich wird der Sender alle über das Fahrradjäger-Netzwerk verbundenen User informieren, die sich in der Nähe des gestohlenen Rades befinden – Diebstahlschutz per Crowd also.     

Text: Fabian Herriger

Foto: Daniel Koepcke

Mehr Informationen unter: Fahrradjäger

Weitere ?Rad-Suchseiten: www.fahrrad-gestohlen.de, ?www.seriennummern-check.de, ?www.radklau.org

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