Kultur

Ferguson ist überall

Ferguson ist überall

Ein Polizist erschießt einen unbewaffneten Jugendlichen. Und muss sich dafür noch nicht einmal vor Gericht verantworten. Was so unfassbar klingt, gewinnt an Kontur, wenn zwei weitere, immer noch maßgebliche Details hinzufügt werden: Der Polizist ist weiß, der Jugendliche schwarz. Wer da nicht an Rassismus glaubt?
Dass die am 9.August diesen Jahres abgegebenen zwölf Schüsse, denen der 18-jährige Michael Brown zum Opfer fiel, kein Grund sein sollen, den Fall vor Gericht zu klären, empört seit der am 25. November durch eine vorwiegend aus Weißen bestehenden Grand Jury getroffenen Entscheidung nicht nur die mehrheitlich schwarze Bevölkerung in Ferguson/ Missouri, den USA, dem Tatort. Sondern auch Einwohner in anderen amerikanischen Städten, wie unzählige Protestankündigungen auf der Plattform zeigen.
Doch auch hierzulande zeigt man sich schockiert von der unverständlichen Vorgehensweise, den Todesschützen nicht zur Verantwortung zu ziehen. Um ihren Protest dagegen kundzutun, lädt die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland am Samstag, den 29. November von 15.30 bis 16.30 Uhr zu der Veranstaltung „Solidarity with Ferguson #FergusonIsEverywhere“ ein. Treffpunkt ist der Platz des 18.März (am Brandenburger Tor), wo unter anderem Grabkerzen als Ausdruck von Trauer und Empörung entzündet werden sollen.

Protestkundgebung am Brandenburger Tor, Sa 29.11., 15.30 Uhr

Text: Eva Apraku

Foto: Solidarity with Ferguson #FergusonIsEverywhere

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