Ein Virus kennt keine Moral: Ridley Scotts neuer Film „Das Ende der Sterne“

Die Genres mit übrig gebliebenen Menschen erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit. Häufig ist es ein Virus, das dafür sorgt, dass die vertraute Zivilisation zusammenbricht, und eine kleine Gruppe postapokalyptisch weitermachen muss. Auch der neue Film von Ridley Scott arbeitet mit diesem Motiv. Ein junger Mann namens Hig (Jacob Elordi) lebt in einer einsamen Gegend, er kann allerdings eine Cessna steuern, die er gelegentlich über eine holprige Wiese in die Luft steuert, und später wieder herunter. Auf diese Weise bringt er gelegentlich neue Vorräte von weiter weg an den Rückzugsort, den er mit „Pops“ (Guy Pearce) und dessen Tochter Cima (Margaret Qualley) teilt. Pops vertreibt sich die Zeit, indem er meist mit Nachtsichtbrille und Jagdgewehr auf einem Hochsitz Ausschau nach Gestalten hält, die der kleinen Gemeinschaft gefährlich werden könnten, und die er ohne Gewissensbisse abschießt. Higs denkt progressiver, er hört gelegentlich abgehackte Funksprüche von einem Ort namens Grand Junction.
„Das Ende der Sterne“: Für Fans von Jacob Elordi und Margaret Qualley
Ridley Scott wird nächstes Jahr 90. Der Regisseur von „Blade Runner“ und „Gladiator“ lässt es nun doch allmählich ein wenig ruhiger angehen. „Das Ende der Sterne“ ist eine kleine, vorwiegend in Italien gedrehte Geschichte, die er mit ausführlichen Flugaufnahmen anreichert. Das Buch von Peter Heller, das als Vorlage dient, wird in der Verfilmung zu einem eher konventionellen Überlebensthriller, vergleichbar mit der „28 Tage später“-Reihe. Eine bizarre Episode, in der man Allison Janey wiedersehen kann (C.J. aus der Serie „The West Wing“), reichert das Ganze auch nicht substantiell an, erinnert aber von fern an „Apocalypse Now“. Sehenswert ist „Das Ende der Sterne“ vor allem für Fans von Jacob Elordi, der sich hier am liebsten einsam mit seinem Hund sehen lässt, oder für Fans der wunderbaren Margaret Qualley, die allerdings nicht allzu viele substantielle Szenen hat.