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In der Doku „Das Gewicht der Welt“ kämpfen drei Menschen gegen den Klimakollaps

Der Dokumentarfilm „Das Gewicht der Welt“ von Florian Heinzen-Ziob begleitet Wissenschaftler:innen, die ihr Privatleben opfern, um gegen die globale Klimakrise zu kämpfen
Text: Claudius Kesseböhmer
Veröffentlicht am: 29.04.2026
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Die sterbenden Wälder des Oberharzes symbolisieren die globale Klimakrise. © mindjazz pictures

Die Klimakrise ist wohl ein Sachverhalt, den man in der Theorie als „Hyperobjekt“ beschreibt: schwer zu greifen, nie nur an einem Ort und in einer Form zu sehen, und doch allgegenwärtig. Die Wissenschaftler:innen, die noch etwas gegen den drohenden Klimakollaps bewegen wollen, tragen „Das Gewicht der Welt“ auf ihren Schultern, so zumindest der Titel von Florian Heinzen-Ziobs Dokumentarfilm. Anhand von drei Geschichten werden die professionellen und privaten Folgen ihres Einsatzes gezeigt.

„Das Gewicht der Welt“ zeigt drei Menschen im persönlichen Einsatz gegen die Klimakrise

Sebastian Seiffert ist Professor für Physikalische Chemie in Mainz. Man sieht ihn im Labor, in Talkshows und im Hörsaal, wo er seine Studierenden auf die Verantwortung der Wissenschaft hinweist. In einer eindrucksvollen Szene fährt Seiffert im Zug durch seine Heimat, die sterbenden Wälder des Oberharzes. Neben ihm begleitet der Film die Glaziologin Maria Hörhold und die Molekularbiologin Nana-Maria Grühning, die sich dem Netzwerk „Scientist Rebellion“ angeschlossen haben – inklusive Straßenblockaden und Auseinandersetzungen mit der Polizei. Immer wieder stellen sich die drei Protagonist:innen im Stillen die Frage, ob ihr Einsatz noch in einem Verhältnis zu dem globalen Problem steht, und ob sie ihn angesichts ihres dafür geopferten Privatlebens weiter aufrechterhalten können. Die erste kann „Das Gewicht der Welt“ nur anschneiden und lässt den Zuschauer ähnlich ratlos zurück wie seine Hauptfiguren. Gewiss ist nur, dass sie weiterkämpfen.

Das Gewicht der Welt D 2026; 94 Min.; R: Florian Heinzen-Ziob; Kinostart: 7.5.


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