Nie wieder Trockenheit in Schweden: Die Satire „Der Regenmeister“

Der Film zur Stunde: Am Anfang vermelden die Radionachrichten 32 Grad Celsius und weiterhin ausbleibenden Regen. Das in der schwedischen Provinz verhängte Bewässerungsverbot, auf das ihn sein penibler Nachbar Rolf hinweist, ignoriert der Rentner Ingmar geflissentlich. Doch dann stellt er fest, dass er den Regen kontrollieren kann, indem er den Wasserhahn in seinem Garten aufdreht: allerdings nur in einem ziemlich kleinen Umkreis. Nachdem der zunächst skeptische Nachbar Rolf davon überzeugt ist, dass das tatsächlich funktioniert, entwirft er sogleich ehrgeizige Pläne zur Vermarktung des Ganzen – während es Ingmar vollkommen ausreichen würde, wenn die Gemeinde eine Statue seiner verstorbenen Frau errichten würde.
„Der Regenmeister“ erzählt in entschleunigtem Tempo
Wie das bei angeblichen Wundern so ist, entwickelt auch dieses eine Eigendynamik, die Stadträtin begreift es als Möglichkeit, in der Politik aufzusteigen, in zwei ehrgeizigen Mitarbeitern hat sie willfährige Personen, die sich sogleich als Spindoktoren einflussreicher Politiker sehen. Regisseur Hannes Holm, hierzulande bekannt geworden mit „Ein Mann namens Ove“ (der auch die Weihen eines amerikanischen Remakes in Gestalt von „Ein Mann namens Otto“ mit Tom Hanks erfuhr), versteht sich auch diesmal darauf, einen griesgrämigen Protagonisten in Szene zu setzen. Der Film, der seine Geschichte in einem entschleunigten Tempo erzählt, wartet schließlich mit einem versöhnlichen Ende auf, wenn er auch letztlich unentschlossen zwischen Magie und Satire pendelt.