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Filmreihen und Werkschauen im August in Berlin

Stummfilmklassiker unter freiem Himmel, Riesenhits aus Indien und Brasilien oder Kino-Ikonen genauer betrachtet: die Retrospektiven-Highlights im August
Text: tipBerlin Filmredaktion
Veröffentlicht am: 30.07.2026
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Donald Sutherland in Nicolas Roegs Klassiker „Wenn die Gondeln Trauer tragen“. © Arsenal Filminstitut

Ein genauer Blick auf das bekannteste Sexsymbol der Kinogeschichte. Eine Karriere zwischen gotischem Horror und Mick Jagger. Und Kassenschlager aus aller Welt. Auch neben dem regulären Programm hat die Berliner Kinolandschaft im August viel zu bieten. Unsere Filmredaktion stellt die wichtigsten Retrospektiven und Reihen vor.

10.7.–21.8. Everyone Likes It Hot: Marilyn Monroe zum Hundertsten

Nahezu den ganzen August hindurch läuft noch die Zeughauskino-Reihe zu einer der verkanntesten Schauspielerinnen Hollywoods weiter: Marilyn Monroe, als Sexsymbol grob unterkomplex abgestempelt, kann man mit großartigen Rollen in teilweise eher unbekannten Filme wie „Clash by Night“ (1952, Fritz Lang) sehen, aber auch in unumstrittenen Klassikern wie „Asphalt Jungle“ (1950, John Huston). Jeder Titel in der Reihe ist enorm sehenswert. (BR)

Zeughauskino Hinter dem Gießhaus 3, Mitte, Infos online


31.7.–28.8. Fieberträume – Die Filme von Nicolas Roeg

Bei dem britischen Filmemacher Nicolas Roeg gibt es viele Zugänge zu einem vielfältigen Werk: die einen haben ihn vielleicht durch „Don’t Look Now“ entdeckt, der in Deutschland „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ hieß und vor allem im Fernsehen viele verstört hat, die anderen vielleicht durch seinen Film mit Mick Jagger („Performance“). In den 1980ern und später gelang es ihm nicht mehr ganz, an den Ruhm der Jahre um 1970 anzuschließen, Filme wie „Insignificance“ oder „Track 29“ verdienen jedoch eine neue Chance. Und „The Witches“ ist sowieso ein großer Spaß. Eine ideale Sommer-Retrospektive. (BR)

Arsenal Plantagenstr. 30, Mitte, Infos online


28.8.–29.9. Die Bilderwelten des Jonathan Briel

Die Frühzeit der Deutschen Film- und Fernsehakademie (DFFB) wird zunehmend intensiver erforscht, sodass nun neben Harun Farocki, Harmut Bitomsky, Holger Meins oder Gerd Conradt zunehmend weitere Talente wiederentdeckt werden, etwa die wunderbare Irena Vrkljan. Jonathan Briel, der 1988 mit nur 46 Jahren in Berlin starb, ist der nächste in dieser Reihe. Das Zeughauskino widmet sich bis Mitte September einem spannenden, von hoher Literatur und postkolonialen Konstellationen geprägten Werk, das mit „Wie zwei fröhliche Luftschiffer“ beginnt, in dem es um die letzten Tage von Heinrich von Kleist geht. (BR)

Zeughauskino Hinter dem Gießhaus 3, Mitte, Infos online


7.–16.8. Box Office Around the World

Das Mini-Festival bringt jeden Sommer populäre Werke aus Ländern wie Indien oder Nigeria nach Berlin, die etwa auf der Berlinale nicht auftauchen. Dabei bieten diese Filme einen guten Einblick in andere Kulturen. „Box Office Around the World“ interessiert sich dafür, was Menschen in Brasilien oder Vietnam sich anschauen, wenn sie ganz normal ins Kino gehen. Man kann also ein Stück Alltag aus fernen Ländern nachvollziehen. (PS)

Humboldt Forum Schloßplatz, ­Mitte, Infos online


26.–28.8. UFA Filmnächte

Alljährlich präsentieren die UFA Filmnächte Klassiker aus der Zeit vor dem Nationalsozialismus neu, open air und mit live Musikbegleitung. In diesem Jahr gibt es drei Filme zu sehen, darunter Ernst Lubitsch’s Verfilmung von Oscar Wildes Gesellschaftssatire „Lady Windermeres Fächer“ aus dem Jahr 1925 sowie das Hollywood-Debüt von Friedrich Wilhelm Murnau „Sunrise“.  (PS)

Freiluftkino auf der Museumsinsel Mitte, Infos online



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