„The Invite“ dreht heftig an der Hysterieschraube

Es lief schon mal besser zwischen Angela und Joe. Die Beziehung steckt in routinemäßiger Vernachlässigung fest, jeder macht den jeweils anderen dafür verantwortlich. Bis Angela die Nachbarn von oben, Piña und Hawk, zu einem abendlichen Imbiss einlädt. Joe ist alles andere als begeistert, nicht zuletzt, weil diese beiden häufig lautstarken Sex haben, und das natürlich wehmütige Erinnerungen weckt. Es wird ein Abend voller Überraschungen und Peinlichkeiten.
„The Invite“ ist ein Remake eines spanischen Films
„The Invite“ ist das inzwischen siebente Remake des spanischen Films „Sentimental“, der 2020 von Cesc Gay nach seinem eigenen Theaterstück gedreht wurde; eine portugiesische Variante befindet sich in Vorbereitung. Offenbar handelt es sich um einen Stoff, der sich hervorragend zur Adaption unter jeweiliger kulturspezifischer Perspektive eignet; vergleichbar dem 2016 unter der Regie von Paolo Genovese entstandenen „Perfetti sconosciuti“, der seither nicht weniger als 29 Neuauflagen erfahren hat (die deutsche feierte unter dem Titel „Das perfekte Geheimnis“ einen großen Erfolg).
Weil „The Invite“ nicht zuletzt von der Vielgestaltigkeit erwachsener Sexualität handelt, den US-Amerikaner:innen nun aber nicht zu Unrecht ein eher verklemmtes Verhältnis zu eben dieser bescheinigt werden kann, wird in der vorliegenden Adaption absehbar heftig an der Hysterieschraube gedreht. Ein Trostpflaster ist die feine Besetzung, aus der Penélope Cruz herausragt: Wie Piña Joe die Wechseljahre nahebringt, das ist schon ziemlich unschlagbar.
The Invite USA 2026; 107 Min.; R: Olivia Wilde; D: Olivia Wilde, Penélope Cruz, Edward Norton, Seth Rogen; Kinostart: 30.7.
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