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Finanzierung von Studenten in Deutschland: Die Kosten für das Studium stemmen

Sowohl nationale als auch internationale Studenten müssen ihr Studium in Deutschland finanzieren, wenn die Eltern dafür nicht aufkommen können. Obwohl die meisten, deutschen Universitäten keine Studiengebühren (mehr) erheben, kommen gewisse Kosten auf die Studierenden zu. Wenn sie nicht mehr bei den Eltern leben, beginnt es bereits mit den Lebenshaltungs- und Wohnkosten. Hinzu kommen Gebühren für das Semesterticket, das Studierendenwerk und die benötigten Materialien.

Anfallende Kosten im Studium: Übersichtlich, aber eine Herausforderung

In der Regel werden für Bachelorstudiengänge in Deutschland keine Studiengebühren (mehr) erhoben. Lediglich an einigen Universitäten können diese anfallen, manchmal sogar nur für spezielle Studentengruppen (beispielsweise für Nicht-EU-Bürger). In jedem Fall fällig sind die Semestergebühren, die sich aus den Kosten für das Semesterticket, das Studierendenwerk und dem so genannten Soli-Euro für sozial benachteiligte Studierende zusammensetzen.

Wenn ein Student für das Studium umziehen muss oder möchte, kommen die Wohn- und Lebenshaltungskosten hinzu. Ob Wohngemeinschaft oder Ein-Zimmer-Wohnung, die meisten Studierenden können sich diese Kosten ohne einen Nebenjob nicht leisten. Doch nicht nur der Job ist eine Möglichkeit, um sich das Studium selbst zu finanzieren.

Finanzierungsmodelle für deutsche Studenten

In Deutschland gilt zwar die Regelung, dass die Eltern für die Studienkosten aufkommen müssen, da sie die Ausbildung ihrer Kinder finanzieren müssen; in der Realität sieht das jedoch anders aus. Etwa die Hälfte der Gebühren und Lebenshaltungskosten von Studierenden werden laut einer Studie des Deutschen Studentenwerks aktuell von den Eltern übernommen.

Wenige Studierende erhalten ein Stipendium aufgrund besonderer Leistungen oder herausragend guter Noten, der Großteil erarbeitet sich sein Geld zusätzlich durch einen Nebenjob. Auch BAföG ist eine beliebte Möglichkeit für die Studienfinanzierung. Hierbei handelt es sich um eine staatliche Förderung, die zur einen Hälfte als Zuschuss und zur anderen Hälfte als Darlehen gesehen werden kann. Das bedeutet, dass Studierende die Hälfte des Betrags nach dem Studium zurückzahlen müssen. Hier gilt eine Grenze von 10.000 Euro, die maximal zurückgezahlt werden müssen. Wie hoch der BAföG-Betrag ausfällt, den jeder Studierende erhält, hängt von verschiedenen Faktoren ab; beispielsweise spielen eigene Ersparnisse und das Einkommen der Eltern eine Rolle bei der Berechnung.

Finanzierung des Studiums internationaler Studenten

Internationale Studierende haben es bei der Finanzierung ihres Studiums in Deutschland schwerer. Sie haben keinen Anspruch auf staatliche Förderungen in Deutschland und dürfen auch nur begrenzt neben dem Studium arbeiten. Sie müssen daher von vorneherein Nachweise über ihre finanziellen Mittel erbringen, die sicherstellen, dass sie das Studium in Deutschland zahlen können. Schon bei der Beantragung der Aufenthaltsbewilligung oder gegebenenfalls des Visums wird der jeweilige Nachweis gefordert. In der Regel sind es rund 8.600 Euro pro geplantem Jahr des Studiums, die ein internationaler Studienbewerber nachweisen muss. Und in der Realität ist dieser Betrag sehr gering, um alle anfallenden Kosten zu decken.

Wenn internationale Studierende als Gasthörer eingetragen werden, können die Gebühren an einigen Hochschulen außerdem erlassen werden. Zudem besteht die Möglichkeit, sich für ein Stipendium zu bewerben. Diese Option gilt je nach Hochschule für internationale Studierende und teilweise auch Flüchtlinge, die an der Hochschule beispielsweise Deutschkurse belegen möchten.

Fazit: Studienfinanzierung möglich

Die Finanzierung des Studiums kann schwierig sein, ist aber durch die genannten Optionen möglich. Ob durch die Eltern, einen Nebenjob oder den Antrag von BAföG: Das Studium sollte in Deutschland für alle Interessenten finanzierbar sein. Und wer sich frühzeitig beispielsweise über Stipendien informiert, kann unter Umständen sogar einen Extra-Zuschuss erhalten, den er nicht zurückzahlen muss.

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