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Futurismus – Ausstellung im Martin-Gropius-Bau

Sprachen des Futurismus

Anlässlich des 100. Geburtstages des Futurismus wird derselbe im Martin-Gropius-Bau mit einer Ausstellung gewürdigt, die seine künstlerischen Ausdrucksformen von der Malerei und Architektur bis hin zur Literatur zeigt. Im Zentrum steht die Präsentation und Würdigung des Projekts „Kunst-Leben“, das der Futurismus in seinen Manifesten theoretisiert. Die Thesen von Filippo Tommaso Marinetti, die er in der Tageszeitung „Le Figaro“ in Paris veröffentlichte, gelten als der Gründungsakt des Futurismus. Sie richteten sich gegen die künstlerische Tradition, verherrli­ch­ten Geschwindigkeit, Gewalt und Krieg. Marinetti bekämpfte die Vergangenheit, die Geschichte, die Erinnerung. Der Name der Bewegung war geeignet, den absoluten Glauben an die neuen Technologien, insbesondere das Automobil und das Flugzeug, auszudrücken. Der Schwerpunkt wird auf die Innovationen gelegt, die nach Boccionis Tod im Jahre 1916 eine neue, außerordentlich kreative Epoche des Futurismus kennzeichneten und Maler wie Severini, Balla, Depero, Prampolini, Crali hervorbrachten. Merkwürdig an der Ausstellung ist allerdings die Ausblendung der intensiven Beziehung des Futurismus zum italienischen Faschis­mus, was sicher die Ausstellung in ein anderes Licht gerückt hätte.

Text: Qpferdach

tip-Bewertung: Zwiespältig

Die Sprachen des Futurismus
Martin-Gropius-Bau
, Kreuzberg, Niederkirchnerstraße 7, Kreuzberg,
Mi-Mo 10–20 Uhr, bis 11.1.2010

 

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