Kultur

Geld für Kultur

Das Science-Fiction-Genre erlebt derzeit einen Boom, der sich beispielsweise in einer Vielzahl hoch budgetierter Filmen zeigt, die 2013/14 mit großem Erfolg in die Kinos kamen. Die Deutsche Kinemathek möchte mit ihrer Ausstellung „Things to come“ (Foto), die mit 237.000 Euro gefördert wird, einen Überblick über das Genre geben und nach Ursachen für seinen aktuellen Erfolg suchen: Lässt sich ein Zusammenhang zwischen den ökonomischen, ökologischen und sozialen Krisen der Gegenwart und dem momentanen Boom des Science-Fiction-Genres erkennen?
 
Die KW Institute for Contemporary Art widmen der kalifornischen Künstlerin Channa Horwitz (1932 – 2013) eine erste umfassende Einzelausstellung mit bislang nicht gezeigten Werken, die sie in aktuelle Diskurse einbinden. Die mit 92.000 Euro geförderte Schau präsentiert Arbeiten, die von Horowitz‘ Suche nach einem einfachen und zugleich universellen System geprägt sind, um Bewegungen in der Zeit aufzuzeichnen. In immer neuen Variationen visualisierte sie dabei Bewegungen mittels grafischer Skalen und Farbschemata.
 
Mit seinem Projekt „TimeOut“, das Fördergelder in Höhe von 149.000 Euro erhält, fokussieren die Berliner Festspiele das Phänomen Zeit. Das Festival mit Diskursformaten und Konzerten, Performances, Installationen und Filmprojekten versteht sich als Beitrag zur Debatte über unseren Umgang mit Zeit und bietet über zehn Tage ein öffentliches Forum, das sich aus künstlerischer, wissenschaftlicher und philosophischer Perspektive mit herrschenden Zeitbegriffen, -strukturen und -erfahrungen befasst.
 
Das Projekt „Alif::split on the wall“ ist ein musikalisches Experiment, das seine Besucher ins Radialsystem V in einen begehbaren Aufführungsraum mit Konzert, Musiktheater, Kunstperformance und Clubnacht einlädt. Kompositionen aus westeuropäischer Avantgarde und traditionell-arabischer Musik changieren in einem gemeinsamen Klanggewebe mit konzeptioneller Musik, House und Techno. Das Zafraan Ensemble wird für sein Projekt mit 175.000 Euro gefördert.
 
235.000 Euro fließen der Volksbühne für ihr spartenübergreifendes Projekt „Paul McCarthy – Stage Coach & Theo Altenberg – Invite“ zu. Der amerikanische Performance-Künstler Paul McCarthy und die Protagonisten des Wiener Aktionismus um Theo Altenberg haben Themen, Methoden und Ästhetiken der Kunst des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart hinein maßgeblich geprägt. 50 Jahre nach ihren ersten Arbeiten treffen die Pioniere der amerikanischen und der europäischen Neo-Avantgarde nun zum ersten Mal mit der Fragestellung aufeinander, welche gesellschaftspolitische Relevanz die Kunstutopien der 60er Jahre heute noch besitzen.

Quelle: Kulturstiftung des Bundes

Foto: „Things To Come“ von William Cameron Menzies

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