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Große Ferien in der Galerie Degenhartt

Große Ferien Frauke Schumann

Schon dass keine einzige Wolke sich in den tiefblauen Himmel schiebt über den Bänken und vereinzelten Spaziergängern am Strand, steht für dieses Gefühl von endloser Dauer und endloser Weite. Die junge Fotografin, die 2007 ihr Studium an der Fachhochschule Dortmund abgeschlossen hat, hat einen Ferienort irgendwo am Meer porträtiert, vor dem Ansturm der Massen, wenn das Kinderkarussell noch abgeschlossen ist, die rosa Paddelboote noch nicht ausgeliehen, die gelben Sonnenschirmchen noch frei sind.

Ihr Blick berauscht sich an den Farben, die durchaus auch künstlich sind in diesem kleinen inszenierten Paradies, und an der leicht melancholischen Patina der Dinge, die ihre beste Zeit schon hinter sich haben. In den Großen Ferien, wie ihre Ausstellung heißt, kann man von solch einer idyllischen Verlassenheit der Badeorte an der See wohl nur träumen. Denn dann ist es voll und laut, und all die kleinen Schönheiten, die Frauke Schumanns Blick entdeckt, verschwinden im Meer der touristischen Körper. Ihre Ausstellung in der Galerie Degenhartt und bei Monochrom Berlin ist ein kleiner Trost für Daheimgebliebene.

Text: Kathrin Bettina Müller

Galerie Degenhartt

 

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