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"Große Nummer" von Eva Apraku

"Große ?Nummer" von Eva Apraku

Etwa Mitte Mai, wenn der Berliner Senat die Kosten für die Umsetzung der im Volksentscheid Fahrrad aufgestellten Forderungen überblicken wird, soll es losgehen: 20.000 Unterschriften sind ab dann, also in der ersten Phase, für die Abstimmung erforderlich. Logisch, dass ich unterzeichne. Denn ja, Radfahren in der Großstadt sollte deutlich sicherer und bequemer werden. Allerdings würde ich auch unterschreiben, wenn nun jemand forderte, dass Fahrräder künftig ein Nummernschild zu tragen hätten und registriert sein sollten. Wer im Straßenverkehr ernst genommen werden will, muss auch Verantwortung übernehmen. Etwa für Fehlverhalten wie das rücksichtslose Preschen über Bürgersteige, das mit Kennzeichnung zumindestens nicht mehr anonym geschehen würde. Höchst störend allerdings sind auch die in Berlin rund 100.000 "Fahrradleichen", die gefühlte Ewigkeiten Fahrradstellplätze blockieren, die man aber keinem Besitzer zuordnen kann. Mit obligatorischer Kennzeichnung und parallel registrierten Fahrradrahmennummern könnten die Halter für die Entfernungskosten herangezogen werden. Und auch auch bei der Wiederbeschaffung gestohlener Räder wäre eine Kennzeichnung hilfreich. Als Hehlerware wären die Räder hierzulande dann nur noch schwer an den Mann oder die Frau zu bringen. Spätestens bei der amtlichen Registrierung für ein neues Kennzeichen flöge der Diebstahl auf. Und das wäre wirklich mal eine große Nummer!

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