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Guter Vorsatz: 2012 mehr für andere tun

Eine kulleräugige Ziege, ein Esel und ein Schaf recken eifrig die Köpfe ins Bild: Die Hilfs- und Entwicklungsorganisation Oxfam präsentiert auf ihrer Aktions-Homepage „Oxfam unverpackt“ Produkte der besonderen Art. Aufgemacht ist das Ganze wie ein klassischer, bunt bebilderter Onlineshop, doch statt gängiger Angebote warten hier etwa „ein gedeckter Tisch“ für 18 Euro oder „ein Monat Trinkwasser“ für 44 Euro auf Abnehmer. Oder eben auch Esel, Ziege & Co. Wer sich für eines der symbolischen Waren entscheidet und den Betrag überweist, tut in jeder Hinsicht Gutes: Das Geld geht zugunsten eines entsprechenden, internationalen Hilfsprojekts von Oxfam und hilft damit bedürftigen Menschen. Der Absender wiederum kann in Form einer Karte oder eines Kühlschrankmagneten andere oder sich selbst mit der guten Tat beschenken. „Wir wollen insbesondere diejenigen ansprechen, die nicht von Haus aus regelmäßig spenden. Und auch bei jungen Leuten kommt die Aktion gut an“, so Sonja Wyrsch, Projektleiterin von „OxfamUnverpackt“. „Der Vorteil ist, dass auch kleine Beträge gespendet werden können.“

ForestFinance_Setzlinge_c_SilkeBergerFast alle großen Organisationen und Stiftungen, die sich wie Oxfam für hilfsbedürftige oder kranke Menschen, für Tiere oder den Naturschutz einsetzen, bieten die Möglichkeit, sich in einem überschaubaren Rahmen zu engagieren. „Wenn der eigene Bedarf gedeckt ist, verspüren viele Menschen den Wunsch, auch mal etwas abzugeben und so ein kleines Zeichen zu setzen. Nicht zuletzt, weil man sich durch die Globalisierung heute eher vorstellen kann, was am anderen Ende der Welt passiert“, hat Sonja Wyrsch herausgefunden. Viele Organisationen werden bei der Suche nach Engagementsmöglichkeiten immer kreativer: So bietet etwa die ForestFinance Gruppe, die auf nachhaltige Waldinvestments spezialisiert ist, einen „GeschenkBaum“ an: Für 60 Euro wird ein Baum in Panama gepflanzt, 25 Jahre lang gepflegt und dann geerntet. Den Ertrag aus dem Holzverkauf erhält der Beschenkte, nach Angaben des Anbieters immerhin um die 180 Euro. Und da beim Fällen der Bäume kein Kahlschlag betrieben und neue Wälder geschaffen werden, hat auch die Natur etwas davon.

Wem es lieber ist, ein Projekt vor Ort zu unterstützen, kann sich bei lokalen Vereinen, im Berliner Zoo und sogar in Museen nach geeigneten Patenschaften umsehen. Besonders witzig und ausgefallen sind dabei etwa die Dingpflegschaften, die man im Museum der Dinge, einem Ausstellungsort und Archiv für Alltagsgegenstände, eingehen kann. Ob – gerne kitschig-hässliche – Kaffeekannen, Telefone oder Eierbecher: Wer Dingpfleger wird, bekommt einen Pfleger-Pass, darf sein Ding kostenlos besuchen und wird zu allen Museumsveranstaltungen eingeladen. 

Text: Isabel Ehrlich
Foto (1): Silke Berger

Affenpatenschaft – Pro Wildlife
Tel. 089/812 99-507,
www.prowildlife.de/GeschenkpatenschaftAffen

Einen Beitrag zum Schutz unserer tierischen Verwandten in Afrika und Südamerika leistet diese symbolische Affenpatenschaft für Gorilla, Orang-Utan & Co. von der Tier- und Artenschutzorganisation Pro Wildlife. Wer will, kann seine Patenschaft auf ein Jahr befristen. Mindestbetrag für ein Jahr: 60 Euro.

Benefiz-Geschenke – Deutsche Krebshilfe

Tel. 02 28/7 29 90-98,
www.krebshilfe.de/shop.html

Wer etwa einen Geburtstagsgeschenkekauf plant, kann sich auch im Geschenk-Shop der Deutschen Krebshilfe umschauen. Schön ist etwa der Fotoband „Rainer Wahnsinn“ mit Bildern bekannter Schauspieler für 35 Euro, dessen Reinerlös der Krebshilfe zugutekommt.

Bienenpatenschaft – Bee Good
Mellifera e.V., Tel. 07428/945249-0,
www.beegood.de
Der Verein Mellifera bietet für 35 Euro pro Jahr Bienenpatenschaften für heimische Bienen, mit denen die Pflege und Haltung der Tierchen unterstützt wird. Der Pate bekommt eine Urkunde, Infomagazine sowie ein Glas Honig „seiner“ Bienen.

Dingpflegschaft – Museum der Dinge
Oranienstraße 25, Kreuzberg, Tel. 92 10 63 -11,
www.museumderdinge.de
Eine Dingpflegschaft kostet ab 30 Euro jährlich. Der Pate darf sein Ding kostenlos besuchen und wird zu allen Museumsveranstaltungen eingeladen.

GeschenkBaum – Forest Finance
Tel: 0228/94 37 78-0,
www.BaumSparVertrag.de
Eine gute, sinnvolle und langfristige Inves­tition in die Natur – und für das eigene Portemonaie.

Geschenk-Spende – Ärzte ohne Grenzen
Tel. 700 13 01 58,
www.aerzte-ohne-grenzen.de/spenden
Die Ärzte ohne Grenzen leisten medizinische Hilfe in Entwicklungsländern und Katastrophengebieten. Unterstützer können einen frei wählbaren Betrag an die Organisation überweisen und sich eine Urkunde mit Informationen zur Spende zukommen lassen oder sich selbst ausdrucken.

OxfamUnverpackt
Tel. 45 30 69 68 (Hotline),
www.oxfamunverpackt.de
Ziegen, Esel oder gedeckte Tische – für Leute, die es bestens brauchen können.

World Gifts – Caritas international

Tel. 0761/200-0,
www.caritas-international.de/32997.html
Online kann man anhand von Kategorien wie Notunterkunft, Hilfe für Kinder oder Wasser wählen, welchen Arbeitsbereich von Caritas international man unterstützen und wie viel man spenden möchte.

Zootierpatenschaft – Zoologischer Garten Berlin
Hardenbergplatz 8, Charlottenburg,
Tel. 25401-0,
www.zoo-berlin.de/zoo/ihr-engagement
Der Zoologische Garten Berlin bietet die Möglichkeit, für ab 50 Euro jährlich eine Patenschaft für ein „Wunschtier“ einzugehen. Der Zeitraum ist individuell wählbar, die Mindestdauer beträgt ein Jahr. Der Pate erhält eine Urkunde und bei langfristigem Engagement auch weitere Anerkennungen.

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