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„Holy Wood“ im Tiergarten

holy_wood_kosslick_wowereitRund 10.000 Bäume fehlen der Stadt Berlin derzeit, um die schlechte CO2-Bilanz zu verbessern. Eine kostenintensive Anschaffung, für die der Senat kein Geld hat. Um die Bäume trotzdem auftreiben zu können, hat der Künstler Ralf Schmerberg im Tiergarten die 14 Meter hohe und 52 Meter breite Installation „Holy Wood“ (Heiliger Wald) errichtet, in Anlehnung an den weltberühmten Schriftzug in den Hollywood Hills.

Wenn es in Berlin um Filme geht – gerade zur Berlinale-Zeit – ist Dieter Kosslick nicht weit. Zusammen mit Bürgermeister Klaus Wowereit weihte er die Installation ein und warb somit für ein besseres Klima und auch sein Film-Festival.

Künstler Schmerberg wird vom Stromkonzern Entega gesponsert, dem diesjährigen Partner der Berlinale. „Die Bäume haben mit dem Festival direkt erst mal nichts zu tun“, sagt Kosslick, „aber mit der Stadt, und ohne Bäume gäbe es keine Stadt und damit auch keine Berlinale.“ Man überlege schon länger, wie man den Energieverbrauch der Berlinale verbessern kann, was keine einfache Sache sei, so Kosslick, „weil wir ein Filmfestival sind und keine Öko-Initiative“. Inzwischen werden die Büros mit Ökostrom beheizt, diesmal wird der Rote Teppich zum ersten Mal damit beleuchtet.

Laut Wowereit gibt es in Berlin rund 430.000 Straßenbäume. Jährlich müssten jedoch 4.500 kranke Bäume gefällt werden. Daher müsse nachgepflanzt werden. „Das kann die Stadt nicht alleine schaffen.“ Deshalb will „Holy Wood“ für zunächst drei Jahre Baumpatenschaften an die Bürger vergeben, was mit einem Charity-Dinner auf der Berlinale gestartet wird. Ab dem 17. Februar kann man sich dann auf der Website www.holywood.info über die Patenschaften informieren. Eine kostet 1.000 Euro. Wohin der Baum gepflanzt werden soll, kann man sich selbst aussuchen.

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