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Husten, wir haben ein Problem

Husten, wir haben ein Problem

Radfahrer, die tagein und tagaus in Berlin unterwegs sind – es sind hundertausende – beschlich nicht nur beim Warten hinter röchelnden Autoauspuffen etwa an Ampeln ein böser Verdacht: Was inhaliert man eigentlich alles so, wenn man im hauptstädtischen Verkehr tief durchatmet?
Spätestens seit dem VW-Skandal um die betrügerisch geschönten Abgaswerte ist klar: Es schwirrt Gift in der gar nicht mehr so rühmlichen Berliner Luft, Feinstaub-Grenzwerte werden regelmäßig überschritten. Und das ist keineswegs eine Lappalie, denn der mikroskopisch kleine Schmutz ist krankheitserregend, fördert etwa Asthma und kann Krebs auslösen.
In einer plakativen Aktion macht am Donnerstag, den 28. Januar ab neun Uhr am RathausNeukölln das Netzwerk fahrradfreundliches Neukölln mit Unterstützung derselbsternannten EU Air Quality Directive Enforcement Mission (EUAQDEM) auf die nicht mehr tolerierbare Luftverschmutzung aufmerksam. Unter dem Motto „Husten, wir haben ein Problem“ werden sie, ausgerüstet mit Schutzmasken, Staubsaugern und Ganzkörperschutzanzügen, versuchen, dem Smog beizukommen. „Die Einsatzkosten von EUAQDEM in Berlin-Neukölln werden zu gleichen Teilen der Bundesrepublik Deutschland und den deutschen Automobilherstellern in Rechnung gestellt.“ Höchste Zeit wär’s!

Text: EA

Foto: Nox Hoover/EUAQDEM

Rathaus Neukölln Vorplatz, Karl-Marx-Straße 83-85, Neukölln, Do 28.1., ab 9 Uhr

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