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Ja, ich will – heiraten in Berlin

Paar
Im Sommer zieht es wieder viele Paare vor den Traualtar.
Foto: Daniel Berkman / fotolia.com

Es ist Sommer und die Heiratssaison ist längst in vollem Gange. Überall läuten nun die Hochzeitsglocken und Paare geben sich das Ja-Wort. Auch in Berlin trauen sich in den letzten Jahren wieder mehr Leute vor den Altar. Immerhin liegt Berlin im Vergleich mit den anderen Bundesländern mit rund 13.800 Eheschließungen auf Platz drei.

Wer nicht länger nur Gast auf Hochzeiten sein, sondern selber seinen großen Tag feiern möchte, sollte rechtzeitig mit den Vorbereitungen anfangen. Denn für eine Hochzeitsfeier ganz nach Wunsch ist an einiges zu denken.

 

Organisation ist alles

Der Heiratsantrag war ein voller Erfolg, jetzt geht es ans Eingemachte. Denn bis zur Hochzeit ist noch viel zu erledigen. Damit man bei den Vorbereitungen kein wichtiges Detail vergisst, ist es ratsam, eine ausführliche To Do-Liste anzulegen, auf der jeder Punkt vermerkt ist – von der Einladungskarte über die Trauzeugen bis hin zum Catering. Brautpaare sollten nicht zu spät mit den Planungen beginnen, um dem übermäßigen Stress und Enttäuschungen keine Chance zu lassen.

Damit der schönste Tag im Leben gelingen kann, ist eine Vorlaufzeit von sechs bis zwölf Monaten nötig. Zu den ersten Punkten auf der Hochzeits-Checkliste gehört es, ein Datum festzulegen und eine (vorläufige) Gästeliste zu erstellen. Außerdem sollten die zukünftigen Trauzeugen angesprochen und gefragt werden, ob sie dieses Amt übernehmen möchten. Da in den nächsten Monaten viel Papierkram anfallen wird, sollte das Brautpaar einen Ordner dafür anlegen.

 

Das Budget kalkulieren

Ein wesentlicher Punkt bei der Hochzeitsplanung ist natürlich die Frage, mit welchen Kosten etwa zu rechnen ist und wie viel Budget für die Feier zur Verfügung steht. Daher sollte früh genug festgelegt werden, in welchem finanziellen Rahmen sich das Ganze bewegen darf. Die Location, das Brautkleid, die Deko, Unterkünfte für die Gäste – neben diesen gibt es noch eine Reihe weiterer Punkte, die am Budget nagen, an die man als Brautpaar aber nicht unbedingt denkt. Hilfreich ist es da, eine Liste anzufertigen, was in etwa wie viel kosten wird, um die Gesamtkosten besser einschätzen und dementsprechend planen zu können. Denn man kann gewisse Kosten reduzieren – und trotzdem den schönsten Tag des Lebens in vollen Zügen genießen.

Beim Budget müssen unter anderem Kosten für die Location und die Deko eingerechnet werden.
Foto: bildschoenes / fotolia.com

Einladungskarten zum Beispiel, die von einer Druckerei angefertigt werden, schlagen mit bis zu 300 Euro zu Buche, je nach Anzahl. Natürlich darf an der Hochzeit kein Fotograf fehlen, der die vielen schönen Momente des Tages in tollen Fotos festhält, mit denen man sich auch nach Jahren gerne noch zurückerinnert. Doch auch hier muss man mit mehreren hundert Euro rechnen. Je nachdem, welches Paket man gebucht hat, kratzen die Kosten für schöne Fotos auch schnell an der Tausendermarke. Günstiger ist es da, einen Bekannten zu fragen, der sich mit Fotografieren auskennt und für weniger Geld genauso schöne Fotos zaubern kann.

 

Standesamt und Kirche – oder etwa nicht?

Traditionsgemäß läuft eine Hochzeit in zwei Zeremonien ab: Erst geht es zum Standesamt und dann (optional) in die Kirche. Der zeitliche Abstand dazwischen ist unterschiedlich groß. Immer mehr Paaren genügt aber eine standesamtliche Hochzeit. Andere dagegen würden lieber darauf verzichten und nur kirchlich heiraten. Das ist aber nicht so einfach und hat auch rechtliche Konsequenzen. Mittlerweile kann man in einer katholischen Kirche heiraten, ohne vorher beim Standesamt gewesen zu sein, allerdings gilt das Paar vor dem Gesetz weiter als unverheiratet.

kirchliche Trauung
Ein rein kirchliche Hochzeit ist zwar möglich, hat aber rechtliche Nachteile für das Brautpaar.
Foto: photo4passion.at / fotolia.com

Wer sich standesamtlich trauen lassen möchte, dem stehen zwölf Standesämter in Berlin zur Verfügung. Dabei muss es nicht zwingend der typische Sitzungssaal sein. Die Berliner Standesämter bieten auch Trauungen an ausgewählten Außenstellen an. Dazu gehören unter anderem das Planetarium, der Zoologische Garten und das Schloss Charlottenburg.

Für das kirchliche Eheversprechen hat Berlin viele schöne katholische und evangelische Kirchen zu bieten, unter anderem:

  • Berliner Dom
  • Waldkapelle Rahnsdorf
  • St. Ludwig
  • St. Sebastian
  • St. Paulus

Eine passende Location finden

Berlin ist zum Glück nicht nur ein Anziehungspunkt für Millionen von Touristen, die jährlich in die Stadt strömen. Heiratswillige Paare zieht es ebenfalls nach Berlin. Denn die Stadt kann auch anders: Abseits vom typischen Stadtlärm und überfüllten Straßen gibt es in Berlin viele schöne Locations, die perfekt sind für eine Hochzeitsfeier. Am schönsten feiert es sich in Brandenburg, Potsdam, im Spreewald oder in Köpenick. Wo gefeiert wird, ist eine ganz individuelle Sache. Denn natürlich ist bei einer Hochzeitsfeier die richtige Location enorm wichtig.

Ob vintage, romantisch, klassisch oder lieber rustikal – es kommt darauf an, welchen Stil das Brautpaar für seine Feier bevorzugt und was gegebenenfalls zum Hochzeitsmotto und zum Budget passt. Die Auswahl an besonderen und schönen Locations in Berlin ist sehr groß. Vom Gutshof über eine See-Lodge bis hin zur Hochzeit im Schloss ist alles möglich. Auch eine Feier im Berliner Fernsehturm oder in einem Boot auf der Spree sind drin. Brautpaare sollten aber rechtzeitig die begehrte Location buchen, denn viele sind schnell für ein ganzes Jahr vergeben.

Der Vintage-Stil ist bei vielen Hochzeiten gefragt.
bildschoenes / fotolia.com

Brautkleid und Anzug

Wer die passende Hochzeitskleidung in Berlin finden will, dem stehen Brautpaaren viele Läden zur Verfügung. Das Brautkleid und der Anzug des Bräutigams sollten dabei dem Stil der Location entsprechen, um ein harmonisches Gesamtbild zu kreieren.

Kleider gibt es in vielen Varianten, unter anderem im Prinzessinnenstil, im Vintage-Look oder als Meerjungfrauenkleid. Im nächsten Jahr sind Volants und feenhafte Schnitte angesagt, mit viel Spitze und schwarzen Details wie Schleifen und Rosen. Wer sich als Bräutigam modisch im Trend bewegen möchte, für den sind Hosenträger, ein Hut, Manschettenknöpfe und ein gepflegter Bart ein absolutes Muss. Farblich kann man mit Schwarz, Anthrazit, Dunkelblau oder auch Dunkelbraun nichts falsch machen.

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