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Im Licht der Ferne: Altmeister Jordi Savall dirigiert Mozarts Requiem

Jordi Savalls Interpretation von Mozarts Requiem (KV 626) gilt als zupackend, spirituell und historisch informiert. Der katalanische Musikwissenschaftler und Gambist wird damit der älteste Gast-Debütant in der Geschichte der Berliner Philharmoniker
Text: Kai Luehrs-Kaiser
Veröffentlicht am: 25.03.2026
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Jordi Savall © Lena Laine

Inzwischen 84 Jahre alt, wird die katalanische Alte-Musik-Legende Jordi Savall doch noch Stammgast in Berlin. Kürzlich war er einer der ältesten Gast-Debütanten in der Geschichte der Berliner Philharmoniker. Jetzt kehrt er, erneut für Mozart und zum Abschluss einer „Hommage an Jordi Savall“, mit eigenem Orchester, der ­Capella Nacional de Catalunya, in die Philharmonie zurück. Wurde auch Zeit.

Die Bedeutung Savalls für die Alte Musik besteht einerseits darin, dass er sein Instrument, die Gambe, zu internationalem Ansehen führte und das Repertoire seiner spanischen bzw. katalanischen Heimat im großen Stil wiederentdeckte. Illustre und hochambitionierte Programme wie ­„Lachrimae Caravaggio“, „Diaspora Sefardi“ und „Cancioneros del Siglo Oro 1451–1595“ verwandelte er in herrliche Hör-Entdeckungsreisen und reich bebilderte Geschenkboxen.

Daneben aber verfolgte er ein sehr spezifisches, meditativ mürbes, herbes Klangideal. Es war völlig ungewohnt im Vergleich zu den sonstigen, auf …

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