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Klaus Wowereit erklärt seinen Rücktritt

Klaus Wowereit erklärt seinen Rücktritt

Ob man es gut findet oder nicht, seit 2001 gehört Klaus Wowereit zu Berlin. Er war der charismatische Partybürgermeister, der mit seinem mittlerweile ausgelutschten „arm aber sexy“-Slogan einst die Befindlichkeit der aufstrebenden Spreemetropole auf den Punkt brachte. Seine gute Laune wirkte eine Zeit lang ansteckend und nach dem CDU-Mief um Diepgen und dem etwas drögen Walter Momper brachte Wowereit neuen Schwung in die Berliner Politik. Mit ihm kam der Aufschwung, er ging die katastrophale Finanzlage an und Berlin glänzte  plötzlich in der ganzen Welt. Dass es so nicht ewig gehen konnte ist klar. Skandale, Fehlentscheidungen und eine gewisse Behäbigkeit brachten ihn in Bedrängnis. Die Kulturszene empörte sich in regelmäßigen Abständen und Wowereits Rolle beim BER-Debakel warf langfristig einen Schatten auf seine Person. Dennoch ist er mit gut 13 Jahren Amtszeit auf der höchsten politischen Position, die diese Stadt zu bieten hat, schon heute ein Stück Berlin-Geschichte. Jetzt hat Klaus Wowereit seinen Rücktritt angekündigt und dieser wirft erst einmal Fragen auf. Warum tritt er überhaupt zurück? Was hat er anschließend vor? Geht er in die Wirtschaft oder versucht er sich in der Bundespolitik oder zieht er sich vielleicht aus der Öffentlichkeit zurück und schreibt Bücher und hält Vorträge? Im Moment weiß man es noch nicht viel. Den aktuellen Verlautbarungen nach muss man sich bis Dezember gedulden, um die Antworten zu bekommen. Die ganz große Frage für Berlin lautet aber: Wer tritt in Wowereits Fußstapfen? Wir bleiben dran!

Text: Jacek Slaski

Foto: Superbass / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)

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