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Konzept für das MyFest 2016

Konzept für das MyFest 2016

Nach Streitigkeiten gab es nun eine Einigung zwischen Veranstaltern, Bezirk und Senat. Die Veranstaltung wird von der MyFest-Crew als drei politische Versammlung angemeldet, da verschiedene Themen angesprochen werden, unter anderem Homophobie, die Gentrifizierung im Bezirk, sowie Rassismus. Mit der Einigung wird erstmals nicht der Bezirk, sondern der Veranstalter selbst das Straßenfest ausrichten. Letztes Jahr gab es Beschwerden, dass das Fest zu groß gewachsen sei für den Kiez, Anrainer klagten unter anderem über verstopfte Hauseingänge. Um die 40.000 Besucher zählte das MyFest 2015, dieses Jahr soll es ruhiger zugehen. Statt 18 soll es dieses Jahr nur zehn bis zwölf Bühnen geben, auch die Anzahl der Getränke- und Essensstände soll schrumpfen. Für die Redner soll ab 18 Uhr dann für eine halbe Stunde die Musik ausgestellt werden. Da sich einige Anwohner auch über Besucher beschwerten, die in Hauseingänge urinierten, sollen dieses Jahr mehr Toilettenwagen aufgestellt werden. Ab 22 Uhr soll dann endgültig Ruhe sein im Kiez rund um die Oranienstraße.
Ob das Straßenfest dieses Jahr stattfinden würde war unklar, da die Polizei der Veranstaltung den politischen Charakter entzogen hat und somit nicht mehr für die Sicherheit verantwortlich war, auch für die Müllentsorgung müsste der Veranstalter selber sorgen. Innensenator Henkel begrüßt den jetzigen Kompromiss. Das MyFest sei ein wichtiger Bestandteil, um die Ausschreitungen am 1. Mai in Kreuzberg zu verhindern. Unklar bleibt, wie sich der Wechsel der Anmelder nun auf die Polizeipräsenz während des Festes auswirkt. Die Veranstalter fordern kein Überangebot von Polizisten in voller Montur, aber eine angemessene Präsenz von Beamten, die bei Streitigkeiten schnell deeskalieren können.

Text: Jens Hollah

Foto: Myfest

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