Kultur

Kunstkopf: Helga Wagner

Interviewtip Du arbeitest und experimentierst seit über zehn Jahren mit Acrylglas. Gibt es denn da immer noch was zu entdecken?
Helga Wagner Also, es sind genau 15 Jahre und zu entdecken gibt es tatsächlich immer noch Neues. Abgesehen davon, dass ich ständig neue Formen zusammensetze, bearbeite ich das Acrylglas auch immer wieder anders und kombiniere es mit den unterschiedlichsten Materialien.

tip Was fasziniert dich so am Acrylglas?
Wagner Dass diese durchsichtigen Platten so geschniegelt, so seelenlos wirken und ich ihnen Leben einhauchen kann. Für mich ist das Rohmaterial eine perfekte Projektionsfläche, die ich bearbeiten kann.

tip Wie sehen die Ergebnisse dann genau aus?
Wagner Einmal dient es als Bildträger. Ich habe ein spezielles Verfahren entwickelt, um auf der Rück­seite der Platten transparente Digitalprints aufzutragen, diese werden dann mit einer Sand- und Farbpigmentstruktur verwoben. Manchmal arbeite ich auch mit Blattgold. Das Ganze ist am Ende immer noch lichtdurchlässig und gibt dem Bild eine ganz bestimmte Tiefe und Leuchtkraft. Durch Verwendung von Acrylglasblöcken in Kombination mit Alabasterstein stelle ich auch Plas­tiken her oder inszeniere mehrteilige Objekte und Installationen.

Nachgefragt: Constanze Suhr

Helga Wagner „“Durch-Sichten“, Galerie subjectobject, Di+Mi 11-16 Uhr, Do+Fr 11-18 Uhr, bis 27.3.2009

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