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Künstlerhaus Tacheles steht vor der Zwangsversteigerung

Das Tacheles in Berlin-MitteEs zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des berühmten Künstlerhauses in Mitte: Dem Tacheles droht in seiner jetzigen Form mal wieder das Aus. Wie die Berliner Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe (13.7.) berichtet, sucht die Bank einen Käufer für das Gelände zwischen Friedrichstraße und Oranienburger Straße. Zum Ende des Monats soll ein Zwangsver- steigerungsverfahren eingeleitet werden, was bedeuten würde, dass die Künstler, welche Berlins berühmteste Ruine mit Leben füllen, das Haus verlassen müssten.
Dies wäre insofern keine Neuigkeiten als das Tacheles seit seiner Gründung im Jahre 1990 bereits vier Mal kurz vor der Schließung stand.
Verhalten optimistisch ist man bei der Kulturverwaltung der Stadt Berlin dennoch, doch noch eine Lösung zu finden. Man weiß schließlich um die Wichtigkeit des Tacheles für das Image Berlins als wilde, junge Stadt. 400.000 Besucher jährlich in dem rund um die Uhr geöffneten Haus sprechen da eine eigene Sprache. Also denkt man in der Kulturverwaltung über Landeszuschüsse aus dem Atelierförderprogramm nach. Garantierte Mieten könnten für einen eventuellen Käufer durchaus ein Anreiz sein. Gegenüber der Berliner Zeitung sagte Thorsten Wöhlert, Sprecher des Kulturstaatssekretärs Andrй Schmitz, dazu: „Ein gutes Beispiel ist die Kulturbrauerei. Dort hat der Investor die Renditeerwartungen für das gesamte Gelände verbessert, indem er bestimmte Flächen zu Kulturmieten abgibt.“
Die Hoffnung stirbt also (mal wieder) zuletzt…

Foto: Helga Ewert/pixelio.de

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