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„Lesbische ?Amazonen“ von Stefan Hochgesand

Wonderwoman leitete eine lesbische Hochzeit im Central Park, was Superman dann doch bizarr fand. Man sieht diese Comic-Szene als Teil der großartigen „SuperQueeroes-Ausstellung“ im Schwulen Museum. It’s just marriage. „Ein Satz, wie er auch von Hillary Clinton sein könnte“, schwärmt Kurator Kevin Clarke bei der Preview.
Aber wie viel trauen sich die Mainstream-Comic-Verlage (allen voran Marvel und DC) wirklich, wenn sich zwei Amazonen lesbisch trauen? Man sollte nicht vergessen, dass es bei diesem Volk ohnehin nur Frauen gibt. Prominente Helden wie die X-Men Wolverine und Hercules dürfen knutschen. Aber nur im Paralleluniversum. Im Hauptplot bleiben sie hetero. Die Verlage haben Angst vor dem Shitstorm des konservativen Comic-Marktes und tasten sich nur vorsichtig vor.
In den 1980ern war die Ansage für die Illustrator*innen: No Gays in the Marvel Universe. So gesehen tut sich was: Batwoman ist lesbisch, Catwoman bi. X-Man North Star hat sich 1992 geoutet und durfte 2012 schwul heiraten. Einer der wichtigsten X-Men, Iceman, entdeckt im neuesten Heft, dass er schwul ist. Komisch, dass das so lang dauern musste. Aber super, wie das Schwule Museum auch die (Selbst-)Zensur der Verlage aufarbeitet. Was noch zu klären wäre: Warum wachen Batman und Robin eigentlich so oft im selben Bett auf?“

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