Der schnelle Literaturplaner für den Juni: Poesiefestival, Semsrott, Bücherfest

2.6.–14.6. In seiner zweiten Phase wird das Poesiefestival sesshaft: Das Hauptfestival (hauptsächlich) im Silent Green
Nach zwei dezentralen Mai-Wochen bezieht das Hauptfestival ab 2. Juni für die beiden restlichen Wochen sein Hauptdomizil im Silent Green in Wedding, wo nicht nur Kuppel- und Betonhalle lyrisch bespielt werden, sondern auch der Rasen, wenn bei freiem Eintritt 50 Lyriker:innen an drei Tagen im Grünen lesen: am 6. und 7. Juni sowie zum Lyrikmarkt am 13. Juni.
Das Festival kümmert sich um den Dichter Rilke und dessen 100. Todestag („Im Juniversum von Rainer Maria Rilke“, Montag 8.6., LCB am Wannsee), widmet sich in thematischen Festivalabenden den Mythen als lebendige Erzählformen („Writing Myth“, Dienstag 9.6., Silent Green), setzt sich mit dem zumeist weiß und männlich geprägten „Kanon“ europäischer Literatur auseinander („Re-Writing a Canon“, Mittwoch 10.6., Silent Green) und ergründet neue Sprachräume beim Spannungsfeld von Trauer und Verlust („Writing Grief“, Donnerstag 11.6., Silent Green).
Weitere Highlights sind der diesmal ebenso ans Ende des Festivals gerückte „Nacht der Poesie“, die unter dem Titel „Weltklang“ herausragende internationale Poetinnen und Poeten versammelt, sowie die „Rede an die Poesie“, die in diesem Jahr bei der elften Auflage die belarusische Dichterin Valzhyna Mort hält.
Poesiefestival Berlin (Hauptfestival) u.a. mit Yaryna Chornohuz & Kateryna Kalytko, Zebra Poetry Film Festival, Im Juniversum von Rainer Maria Rilke, Jason Allen-Paisant & Judith Kiros, Weltklang – Nacht der Poesie; Silent Green, Gerichtstr. 35, Wedding, Di 2.6.–So 14.6., diverse Ticketpreise, alle Infos: www.hausfuerpoesie.org/de/poesiefestival-berlin
2.6. „Versuchen will ich’s trotzdem“: Zweite Chance für Bücher aus dem Jahr 2020
Gut, unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie mögen abgesagte Lesungen nicht die gravierendsten sein. Und doch haben die wiederholten Lockdowns der Jahre 2020 und 2021 vielen Autor:innen die Veröffentlichungen ihrer Bücher ordentlich verhagelt. Grund genug für das Literaturhaus, zwei der betroffenen Literatinnen auf die Bühne zu holen und den Werken eine zweite Chance zu geben. In den Jugendbüchern von Annette Mierswa und Stepha Quitterer geht es ums Weltverbessern und einen kämpferischen Blick in die Zukunft, passend dazu moderiert Klimaschutzaktivistin Carla Reemtsma den Abend.
Cabuwazi Tempelhof Columbiadamm 84, Tempelhof, Di 2.6., 18 Uhr, Eintritt frei
2.6. Läuft bestens beim Duo ACHILLES: Der dritte Fall für den Ermittler Peer Pedes
Lauf-Krimi: Unter dem Pseudonym Achilles haben sich der mittlerweile unter die Podcaster gegangene und stets überaus unterhaltsame Kommentator Hajo Schumacher, einst leitender bis Chefredakteur diverser Printpublikationen, und der „Lindenstraße“-Drehbuchautor Michael Meisheit zusammengetan. Gemeinsam schreiben die beiden Krimis um den Ermittler Peer Pedes, den sie im mittlerweile dritten Fall durch die Abgründe Berlins jagen. Im neuen Roman „Der Tod hat einen langen Atem“ (ja, hier haben auch die Metaphern einen Lauf) muss der Kommissar während eines Berliner Marathons einen Mörder dingfest machen, der Spuren entlang der Mauer hinterlassen hat – da wird der Lauf gegen die Zeit wörtlich genommen.
Pfefferberg Theater Schönhauser Allee 176, Prenzlauer Berg, Di 2.6., 20 Uhr, 18 €
3.6. Gegen den Rechtsruck: Arne Semsrott fordert die „Gegenmacht“
Angesichts so mancher Umfrageergebnisse mag man sich fragen, was noch gegen die AfD getan werden kann. Genau an dieser Stelle setzt Arne Semsrott mit seinem neuen Buch „Gegenmacht“ an. Der Aktivist, Politikwissenschaftler und preisgekrönte Journalist setzt ein inbrünstiges Plädoyer gegen den Pessimismus und nimmt den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ebenso in die Pflicht wie kollektive Organisationen. Mitmachen statt Hilflosigkeit: Semsrott bleibt optimistisch.
Pfefferberg Theater Schönhauser Allee 176, Prenzlauer Berg, Mi 3.6., 20 Uhr, 19 €
5.6. Auf Anna Seghers’ Spuren: die Filmemacherin Laura lAabs
Ostberlin-Roman: Bereits mit einem Auszug aus ihrem Debütroman „Adlergestell“ wurde Laura Laabs zum Ingeborg-Bachmann-Preis eingeladen, mittlerweile ist das Buch dazu erschienen. Dabei ist Laabs eigentlich Filmemacherin und begann die Arbeit, während sie um die Finanzierung ihres Films „Rote Sterne überm Feld“ bemüht war. In dem Roman geht es um drei junge Frauen, die im Ostberlin der Wendezeit aufwachsen – doch die neue Freiheit ist nicht so grenzenlos wie gedacht. In der Jetztzeit begibt sich eine der Frauen, die Erzählerin, auf Spurensuche. Dabei bezieht sich Laabs auch auf das Leben und Wirken von Anna Seghers, die in Adlershof lebte.
Literaturforum im Brecht-Haus Chausseestr. 125, Mitte, Fr 5.6., 19 Uhr, 6/4 €
4.6. Die Verlage stellen sich ein und vor beim Seitenrauschen-Festival

Viel schneller und kompakter kann man sich wahrscheinlich keinen Überblick über die Berliner Literaturszene verschaffen. Das Seitenrauschen-Festival lädt Autor:innen von zehn Verlagen aus Berlin ein, um jeweils zehn Minuten aus ihren aktuellen Büchern vorzulesen. Die Party im Anschluss lädt alle Besucher:innen ein, mit den Schriftsteller:innen und Verlagen ins Gespräch zu kommen. Unter anderem sind zu Gast Yade Yasemin Önder (Park x Ullstein), Lukas Hoffmann (MÄRZ-Verlag) und Laura Laabs (Tropen). Wie Speeddating, bloß literarisch!
Literaturforum im Brecht-Haus Chausseestr. 125, Mitte, Do 4.6., 19 Uhr, 8/6 €
5.6. Fürsten neuen Typs: Peter Sloterdijk geht machtbesessenen Männern auf den Grund
Sachbach Zu Zeiten der Renaissance schrieb Niccoló Machiavelli mit „Der Fürst“ das vielleicht wichtigste politische Manifest seiner Ära, eine Anleitung zur Machtgeilheit. Macht statt Güte, daran könnten sich auch moderne Autokraten und „große Männer“ wie Donald Trump orientiert haben – meint zumindest Kulturwissenschaftler Peter Sloterdijk. In seinem neuen Buch „Der Fürst und seine Erben“ analysiert er den modernen Typus Putin/Xi/Modi und fragt sich, ob der nicht die Wiederkehr des mittelalterlichen Königs sein könnte. Der Untertitel seines Buchs ist auf jeden Fall vielsagend: „Über große Männer im Zeitalter der gewöhnlichen Leute“.
Buchhandlung Knesebeck Elf Knesebeckstr. 11, Charlottenburg, Fr. 5.6., 19 Uhr, 12 €
6.6. Multilinguales Mitmachen:
Erinnerungen an den „Austerlitz“-Giganten
W.G. Sebald
Mitmachabend: Mit Werken wie „Austerlitz“ oder „Die Ringe des Saturn“ machte sich W.G. Sebald bereits vor seinem Unfalltod 2001 unsterblich. Der Kultur- und Sprachenmix seiner Bücher wirkt moderner denn je. Die Lettrétage trägt diese Tradition weiter und lädt beim Abend „Sebald Remembering“ zum multilingualen Mitmachen ein. Im Anschluss an eine Podiumsdiskussion der Schriftsteller:innen Marcel Krueger, Paul Scraton und Madeleine Watts (auf Englisch) ist nämlich jeder eingeladen, seine eigenen Texte in Anlehnung an Sebald vorzutragen, und das in egal welcher Sprache.
Lettrétage Veteranenstr. 21, Mitte, Sa 6.6., 20.30 Uhr, freier Eintritt
6.6. Schrebergartentraum: „Lauschen unter Linden“ mit Masha Qrella, Monika Rinck und Jochen Schmidt

Der Schriftsteller Florian Werner weiß, wie man feiert. Und was könnte bitte ein besserer Grund für eine Open-Air-Sause sein als ein 100. Geburtstag? Den feiert die Kleingartenanlage Sonnenschein unweit des Orankesees. „Lauschen unter Linden“ heißt der Abend unter freiem Himmel. Dafür hat Werner ein illustres Line-up zusammengetrommelt. Die Musikerin Masha Qrella spielt ein Solo-Set auf der Gitarre, ein Hit von ihr heißt „I Talk to the Trees“. Die Lyrikerin Monika Rinck offeriert Gedichte über Pappeln, Algen, Rhododendren. Und der Schriftsteller Jochen Schmidt fabuliert toll von „Phlox“ und „Triumphgemüse“, wie zwei seiner Bücher heißen.
Festplatz der KGA Sonnenschein Hansastr. 172A, Weißensee, Sa 6.6., 19 Uhr, Eintritt frei
9.6. Wenn meckern, dann sprachgewandt: „Die hohe Kunst der Beschimpfung“
Gründe, sich zu beschweren, gibt es nie zu wenige. Das Murren und Meckern ist aber keine Erscheinung der Moderne, sondern blickt zurück auf eine jahrhundertelange Tradition, die eng mit Rhetorik und öffentlichem Reden verzahnt ist. Die Geschichte des wortgewandten Wutablassens haben Tobias Roth und Wolfgang Hörner in ihrem Sammelband „Die hohe Kunst der Beschimpfung“ zusammengetragen. Roth stellt das Buch gemeinsam mit Autorin und Journalistin Ciani-Sophia Hoeder und der Schauspielerin Angela Braun vor.
Cabuwazi Tempelhof Columbiadamm 84, Tempelhof, Di 9.6., 19 Uhr, 1 €
Schweigen und Schwelgen an der Ostsee: Dara Brexendorf liest aus „Paradise Beach“
Früher verbrachte Ada ihre Sommer an der Ostsee, voll von jugendlichem Körperwahn und Entdeckungsdrang. An diese Zeit muss sie als Erwachsene oft denken während ihrer schlaflosen Nächte. Eine Endometriose-OP zeigt ihr ihre körperlichen Limits auf – doch vielleicht hat der Schmerz, der sie heute zum Schweigen bringt, schon damals angefangen. Dara Brexendorfs erster Roman „Paradise Beach“ erzählt von einem schicksalhaften Sommer und seinen Nachwirkungen. In ihrer Heimatstadt Kiel moderiert Brexendorf die Lesebühne im Literaturhaus und den Podcast Literarisch, Solidarisch. Die Lesung wird moderiert von Buchhändlerin und Lettrétage-Sprecherin Magda Birkmann.
ocelot – not just another bookstore Brunnenstr. 181, Mitte, Do 11.6., 19.30 Uhr, 12/8 €
11.6. Poesie, Musik und Klinsi: Drei Frauen umrunden Haltestellen
Vor drei Jahren haben die Schriftstellerin Michaela Maria Müller und ihre Kollegin Susanne Schmidt ein Format namens „Haltstellenpicknick“ erfunden. Erst im privaten Rahmen, bekommt diese interessante Freizeitgestaltung nun eine Bühne – und eine dritte Mitstreiterin. Diese drei Autorinnen, die gemeinsam in der Brotfabrik Platz nehmen, haben schon so einige Stationen und Haltestellen hinter sich. Michaela Maria Müller hat bereits drei Romane veröffentlicht (zuletzt „Klinsmann. Ein Briefroman“) und schrieb einen Song über den M41. Susanne Schmidt war neben ihrer Schreibtätigkeit unter anderem BVG-Busfahrerin und Erzieherin, verarbeitete diese Jobs auch oft literarisch. Die Dritte im Bunde, Dichterin Antonia Isabelle Weisz, will ihre Lyrik stets pädagogisch und gesellschaftlich einsetzen. Gemeinsam stellen die drei unter dem Titel „Drei Frauen umrunden Haltestellen“ einen weitgefassten Abend vor, der Musik, Dichtung und die Perspektiven der Autorinnen ins Gespräch mit dem Publikum bringt.
Brotfabrik Caligariplatz 1, Weißensee, Do 11.6., 19.30 Uhr, 8/6 €
16.6. Nicht nur theoretisch ein Jubiläum: 100 Bände Kleine Kulturwissenschaftliche Bibliothek
Seit 1988 sorgt die Kleine Kulturwissenschaftliche Bibliothek des Verlags Klaus Wagenbach für wichtige Beiträge zur öffentlichen Debatte, ohne sich je mit einfachen Antworten zufrieden zu geben. Nun erscheint der hundertste Band. Grund zum Feiern: In der Staatsbibliothek Unter den Linden spricht Historiker Ulrich Raulff über die Anfänge der Reihe, bevor zwei Paneldiskussionen den Abend abrunden. Ein Büchertisch stellt antiquarische Funde aus der Reihe bereit.
Staatsbibliothek zu Berlin Unter den Linden 8, Mitte, Di 16.6., 18 Uhr, Anmeldung an [email protected]
18.6. Letzter Stopp: Das Literaturhaus Berlin feiert Grande Finale auf dem Tempelhofer Feld
Ende einer Reise: Knapp zwei Jahre nach dem sanierungsbedingten Auszug kehrt das Literaturhaus voraussichtlich im Herbst in seine alten Räumlichkeiten in der Fasanenstraße zurück, dessen Sanierung so lange in Anspruch genommen ist. Die Zeit hat das Haus in bester Nomaden-Manier verbracht. Da wurde von Kneipe über Museen bis Schwimmbad so ziemlich jede denkbare – und mitunter vorher undenkbare Örtlichkeit bespielt, die es in Berlin gibt. Zum Abschluss dieser Wanderjahre machte das Literaturhaus drei Monate lang Station im Zirkuszelt Cabuwazi auf dem Tempelhofer Feld. Dort steigt nun noch eine letzte große Gala. Die komplette Gästeliste wird noch geheim gehalten, auf jeden Fall lesen wird aber Felicitas Hoppe aus ihrem passend betitelten Buch „Reisen“. Durch den Abend führt Magierin Allison Wonder. Popcorn und Showeinlagen runden das Programm ab. Es wird ein famoses Finale einer famosen Zweijahrestour: „Li-Be für die Stadt.“
Cabuwazi Tempelhof Columbiadamm 84, Tempelhof, Do 18.6., 19 Uhr, 1 €
19.6. Stipendiat:innen aus aller Welt: „Literatur in den Sprachen Berlins 2026“
In Berlin wird viel geschrieben, und das nicht nur auf Deutsch. Um auch diejenigen Schriftsteller:innen der Stadt zu fördern, die ihre Texte in anderen Sprachen verfassen, vergibt der Senat jährlich Stipendien an 12 Literat:innen. Die in diesem Jahr ausgewählten Stipendiat:innen stellen sich und ihre Arbeit nun im Literarischen Colloquium vor. Darunter sind der chilenische Dichter Tomás Cohen, die türkischsprachige Autorin Çağla Arıbal und die bosnisch-australische Schriftstellerin Dženana Vucic.
Literarisches Colloquium Berlin Am Sandwerder 5, Wannsee, Fr 19.6., 19 Uhr, 9/5 €
27.+28.6. Büchermarkt und Diskussionsfläche: das Berliner Bücherfest 2026

Der Bebelplatz bleibt literarisch aktiv. Am letzten Juniwochenende findet erneut das Berliner Bücherfest, das 2023 nach einer fünfzehnjährigen Pause wieder Besucher:innen und Autor:innen in den Dialog bringen soll. Im vergangenen Jahr besuchten rund 20.000 Menschen den Büchermarkt und die Vorträge. Besucher:innen können sich auf spannende Neuerscheinungen, Lesungen und Workshops einstellen. Es lesen unter anderem Katerina Poladjan, Daniel Schreiber, Horst Evers. Tobias Bamborschke tritt wieder einmal gemeinsam mit seinem Kollegen Max Bauer Songs von Isolation Berlin aus und liest zudem neue Gedichte. Der ehemalige Kultursenator Klaus Lederer diskutiert mit Monika Grütters, Sebastian Guggolz, Stefanie Hirsbrunner und Dirk Knipphals über die Situation des unabhängigen Buchhandels. Und vieles mehr.
Bebelplatz Mitte, Sa+So 27.+28.6., Infos und Programm unter www.berliner-buecherfest.de
25.6. Das Literaturforum feiert Ingeborg Bachmanns 100. Geburtstag
Der nach ihr benannte Preis ist einer der renommiertesten im deutschsprachigen Raum, auf der Leinwand wird sie verkörpert von Vicky Krieps und Sandra Hüller. Auch abseits ihres literarischen Schaffens bleibt Ingeborg Bachmann präsenter denn je. Was bleibt da anlässlich ihres 100. Geburtstags noch zu sagen? Die Lyrikerin Caca Savić und die Literaturwissenschaftlerin Kristina Pleinert setzen sich mit Bachmanns Werk auseinander, schauen auf seine Themen und Lücken und finden Poesie und Politik ganz nah beieinander.
Literaturforum im Brecht-Haus Chausseestr. 125, Mitte, Do 25.6., 19.30 Uhr, 6/4 €
30.6. Was uns die Sterne zu sagen haben:
Eröffnung des Lesefestivals Lit:Potsdam mit Raoul Schrott

Das Lesefestival Lit:Potsdam beschäftigt sich, so hat es sich der Kurator und Literaturkritiker Denis Scheck ausgedacht, mit der „Der Sprache der Sterne“. Schließlich stand die erste Schrift, die der Mensch lesen konnte, im Himmel geschrieben: die Sterne und ihre Bilder. Bereits vor 60.000 Jahren blickten die Menschen, sich von dort aus aufmachten, die Welt zu besiedeln, nach oben und nahmen ihre Sternbilder mit auf die Reise. Scheck lässt es sich natürlich nicht nehmen, die Eröffnung des Festivals höchst mit einem Autor zu beschreiten, der genau zu diesem Thema eine Menge zu sagen und zu schreiben hat. Raoul Schrott veröffentlichte vor zwei Jahren bei Hanser das Buch „Atlas der Sternenhimmel und Schöpfungsmythen der Menschheit“, ausgehend von seiner Entdeckung, dass die ägyptischen Sternbilder ganz anders geordnet waren als die uns vertrauten. Woraus sich wiederum eine ausgedehnte Recherche entwickelte, die sich über Sternbildern, Sternsagen und Schöpfungsmythen verschiedener Kulturen erstreckte.
Das Programm der Lit:Potsdam geht im Juli weiter und endet am 7. Juli. An pittoresken Orten wie der Villa Jacobs, der Villa Schöningen oder auch der St. Johannis Kirche sind unter anderem Judith Hermann, Gaea Schoeters, Christoph Ransmayr, Frank Schätzing und Florian Illies zu Gast. Aber erstmal zeigt zum Auftakt Raoul Schrott, was so alles in den Sternen steht.