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Mietpreisbremse greift nicht

Mietpreisbremse greift nicht

In Berlin sind die Mieten aktuell 3 Prozent teurer als vor Einführung der Mietpreisbremse / immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale, hat exemplarisch 12 Städte mit Mietpreisbremse untersucht: In 7 von ihnen sind die Mieten seit Einführung der Mietpreisbremse gestiegen / Größte Anstiege in Nürnberg (+6 Prozent), Düsseldorf (+5 Prozent), Ingolstadt (+4 Prozent) / Köln (-3 Prozent) und Bonn (-2 Prozent) sind die einzigen Städte mit rückläufigen Mieten / Wirkung der Mietpreisbremse noch nicht absehbar
Nürnberg, 8. Oktober 2015. Berlin hat als 1. Bundesland im Juni die Mietpreisbremse eingeführt. Heute – 4 Monate später – liegen die Kaltmieten bei 9,60 Euro pro Quadratmeter (Median) und damit 3 Prozent über den Preisen vor der Einführung. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum ist die Inflation bundesweit um 0,1 Prozent gesunken. Während die Mieten im Juni und Juli in der Bundeshauptstadt rückläufig waren, stiegen sie im August (+7 Prozent) und September (+2 Prozent) wieder an. Das zeigt eine Analyse von immowelt.de, einem der führenden Immobilienportale. Untersucht wurden die Angebotspreise von Mietwohnungen und -häusern in insgesamt 12 exemplarisch ausgewählten Städten, in denen die Mietpreisbremse eingeführt wurde.
Während in Berlin das neue Gesetz schon seit Juni gilt, wird in Bayern erst seit August gebremst. Seitdem haben sich die Mieten unterschiedlich entwickelt: So sind in Nürnberg die Preise seit der Einführung um 6 Prozent gestiegen, in Ingolstadt um 4 Prozent. In Erlangen (+2 Prozent), München und Regensburg (jeweils 0 Prozent) blieben sie hingegen weitestgehend stabil.

Wirkung der Mietpreisbremse noch nicht absehbar
Derzeit sind die Mieten in 7 der 12 untersuchten Städte höher, in 3 Städten exakt gleich und in 2 Städten niedriger als vor Einführung der Mietpreisbremse. Das zeigt, dass sich die Auswirkungen der Mietpreisbremse bislang auf dem Markt noch nicht ablesen lassen. Bei den Entwicklungen der vergangenen Monate handelt es sich weitestgehend um normale saisonale Schwankungen sowie lokale Marktveränderungen, die nicht zwangsläufig auf die Mietpreisbremse zurückgeführt werden können.

Untersucht wurden die Angebotspreise von rund 37.140 Mietwohnungen in 12 exemplarischen Städten, in denen die Mietpreisbremse eingeführt wurde. Die Preise geben den Median der Kaltmieten bei neu zu vermietenden Wohnungen und Häusern (Neu- und Bestandsbauten) wieder, die zwischen Mai und September 2015 auf immowelt.de angeboten wurden. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise.

Weitere Informationen zu den Mietpreisen in den 12 untersuchten Städten finden Sie auf news.immowelt.de.

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