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Museen in Kreuzberg: Berlinische Galerie bis Jüdisches Museum

In Kreuzberg gibt es eine Vielzahl bedeutender Museen. Museumsbesuche sind eine ausgezeichnete Freizeitbeschäftigung für Kunst- und Kulturbegeisterte. Wir stellen euch historische Museen, Museen für moderne und zeitgenössische Kunst und technische Museen vor, die es zu entdecken gilt. Diese Museen in Kreuzberg, von der Berlinischen Galerie über den Gropius Bau bis zum Jüdischen Museum, empfehlen wir ganz besonders.


Berlinische Galerie: Das Landesmuseum für Moderne Kunst, Architektur und Fotografie

In der Berlinischen Galerie finden sich Arbeiten zu Dada, der Neuen Sachlichkeit und Osteuropäische Avantgarde sowie die Kunst des geteilten Berlins und der wiedervereinigten Metropole. Foto: Imago/Ritter

Werke der Fotografie, Zeichnung, Architektur und Bildenden Kunst verbergen sich hinter den Eingangstüren der Galerie, die in Berlin entstandene Kunst von 1870 bis heute sammelt. Die Sammlung ist hervorragend bestückt und präsentiert. In der Dauerausstellung „Kunst in Berlin 1880-1980″ spiegeln rund 250 Werke einhundert Jahre Kunstgeschichte Berlins wieder. Thematisiert werden die Entwicklung der großbürgerlichen Malerei der Kaiserzeit über den Expressionismus bis hin zur Heftigen Malerei der 1970er Jahre. In dem Museum für moderne Kunst finden regelmäßig Sonderausstellungen statt.

  • Berlinische Galerie Alte Jakobstraße 124-128, Kreuzberg, Tel. 030/78 90 26 00, Mi–Mo 10–18 Uhr, www.berlinischegalerie.de

Deutsches Technikmuseum: Taucht ein in die Geschichte zwischen Mensch und Technik

Unter dem Motto „Für Entdecker:innen“ können Interessierte Spannendes über die technische Geschichte Berlins und Deutschlands erfahren. Foto: Imago/Jürgen Ritter

1983 eröffnete das Technik Museum als Museum für Verkehr und Technik. Erst 1996 erhielt es seinen heutigen Namen und versteht sich heute als Nachfolger verschiedener technischer Museen, die es vor dem Zweiten Weltkrieg in Berlin gegeben hat. Es bietet Kindern und Erwachsenen einen Einblick in die Kulturgeschichte der Technik. Alte Dampflokomotiven, Zugwaggons, Flugzeuge, Druckmaschinen und vieles mehr sind hier zu bewundern. Seinen Standort hat es auf dem historischen Gelände des Verkehrsknotenpunktes Gleisdreck und des Anhalter Bahnhofs. Auf einer Fläche von insgesamt 26.500 Quadratmetern vermittelt die Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin auf lebendige Weise Technikgeschichte sowie die Freude am Experimentieren

  • Deutsches Technikmuseum Trebbiner Straße 9, Di-Fr 9-17.30 Uhr, Sa-So 10-18 Uhr, Tel. 030/ 902 540, www.technikmuseum.berlin

Gropius Bau: Ausstellungen über zeitgenössische Kunst, Fotografie und Kulturgeschichte

Der Martin-Gropius-Bau gehört mit seinen immer wechselnden Ausstellungen zu den wirklich sehenswerten Museen in Kreuzberg. Foto: Imago/Jürgen Ritter

Zwischen 1877 und 1881 wurde der Gropius Bau im Stil der italienischen Renaissance errichtet. In seiner wechselhaften Geschichte beherbergte dieser zunächst das Kunstgewerbe- und später das Museum für Vor- und Frühgeschichte. Im Zweiten Weltkrieg wurde er fast gänzlich zerstört. Ein Abriss konnte aber durch die Intervention von Walter Gropius verhindert werden. Der Bau der Berliner Mauer sorgte für weitere Probleme, weil das Hauptportal genau auf dem Grenzstreifen lag.

So musste beim Wiederaufbau ein neuer Eingang auf der Rückseite des Gebäudes installiert werden. Unter der Direktion von Stephanie Rosenthal liegt der Schwerpunkt des Programms auf zeitgenössischer Kunst. Mit einer Fläche von 600 Quadratmetern ist der verglaste Lichthof Im Erdgeschoss des Gebäudes auch bei schlechtem Wetter ein echtes Highlight.

  • Gropius Bau Niederkirchnerstraße 7, Kreuzberg, Tel. 030/25 48 60, Sa-Mi 10-19 Uhr, Do+Fr 10-21 Uhr, www.gropiusbau.de

FHXB: Das Friedrichshain-Kreuzberg Museum

Das Friedrichshain-Kreuzberg Museum, kurz FHBX, hieß früher nur Kreuzberg Museum. Foto: Imago/Schöning

Das Friedrichshain-Kreuzberg Museum, kurz FHBX-Museum, befindet sich in der Adalbertstraße unweit des Kottbusser Tors. Es beherbergt ein Archiv zur Geschichte der beiden Berliner Bezirke. Die Dauerausstellung beleuchtet die Stadtentwicklung, die Migrationsgeschichte und die Protestbewegungen in Kreuzberg und Friedrichshain. Zur Regionalgeschichte sowie zur Geschichte und Gegenwart beider Ortsteile gibt es darüber hinaus wechselnde Ausstellungen. Der Eintritt ist frei.

  • FHBX Friedrichshain-Kreuzberg Museum Adalbertstraße 95a, Kreuzberg, Di-Do 12-18 Uhr, Fr-So 10-10 Uhr, www.fhxb-museum.de

Das Mauermuseum und der Checkpoint Charlie: Geschichte der Berliner Mauer

Das Mauermuseum gehört zu den historische Museen in Kreuzberg. Der in unmittelbarer Nähe liegender Checkpoint Charlie verband zu Zeiten der DDR den sowjetischen mit dem US-amerikanischen Sektor. Foto: Imago/Jürgen Ritter

1963 wurde das Mauermuseum gegründet, welches in unmittelbarer Nähe zum Checkpoint Charlie befindet. Im Museum können Besucher:innen sich mit der Geschichte der Berliner Mauer auseinandersetzen. Zwischen 1961 und 1989 war der Checkpoint Charlie einer der Grenzübergänge durch die Berliner Mauer und verband den Ost-Berliner Bezirk Mitte mit dem West-Berliner Bezirk Kreuzberg. West-Alliierte errichteten ihn infolge des Mauerbaus, um den Angehörigen ihres Militärpersonals weiterhin das Überschreiten der Sektorengrenzen zu ermöglichen.

  • Checkpoint Charly Friedrichstraße 43-45 und Mauermuseum Friedrichstraße 43-45, Kreuzberg, tgl. 10-18 Uhr, Tel. 030 253 72 50, www.mauermuseum.de

Das Jüdische Museum ist das größte jüdische Museum Europas

Das Jüdische Museum Berlin ist eine der bedeutendsten und eindrücklichsten Museen in Kreuzberg und das größte jüdische Museum Europas. Foto: Imago/Schöning

Als architektonisches Meisterwerk ist der spektakuläre Museumsbau von Daniel Libeskind längst ein Wahrzeichen Berlins. Das Jüdische Museum Berlin ist das größte jüdische Museum Europas. Nach einem zweijährigen Umbau eröffnete im August 2020 die Dauerausstellung Jüdische Geschichte und Gegenwart. Besucher:innen können sich einen Überblick über die 1700 Jahre alte deutsch-jüdische Geschichte und Kultur verschaffen.

Kinder können in der Kinderwelt des Jüdischen Museums spielerisch von der Geschichte der Arche Noah lernen. Zu dem Museum gehören außerdem ein Archiv, eine Bibliothek und die W. Michal Blumenthal Akademie. Blumenthal war von 1977 bis 1979 Finanzminister der Vereinigten Staaten und von 1997 bis 2014 Direktor des Jüdischen Museums Berlin.

  • Jüdisches Museum Berlin Lindenstraße 9-14, Kreuzberg, Mo-So 10-19 Uhr, Tel. 030/ 259 933 00, www.jmberlin.de

Topografie des Terrors: Zentrale Institutionen des nationalsozialistischen Terrors

Jährlich verzeichnet die Topografie des Terrors über eine Million Besucher:innen und gehört damit zu den meist besuchten Erinnerungsorten in Berlin. Foto: Imago/Schöning

Die Topografie des Terrors ist ein Museum auf dem ehemaligen Gelände der von 1933 bis 1945 wichtigsten Zentralen des nationalsozialistischen Terrors in Berlin. Die Dauerausstellung „Topographie des Terrors. Gestapo, SS und Reichs­sicherheits­hauptamt in der Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Straße“ informiert über die zentralen Institutionen der SS und Polizei im „Dritten Reich“ sowie ihre europaweit verübten Verbrechen.

Wie es den Nationalsozialisten gelang in Berlin Fuß zu fassen und die Stadt zum politischen Zentrum ihrer Herrschaft auszubauen, erfahrt ihr in der Dauerausstellung „Berlin 1933 bis 1945: Zwischen Propaganda und Terror“. Ergänzend zu den ständigen Ausstellungen zeigt die Stiftung Topografie des Terrors spannende Sonderausstellungen, die auch über Berlin und Deutschlands Grenzen hinaus gezeigt werden.


Das Zucker-Museum: Die Welt isst Zucker und die Welt ist Zucker

Das Zucker-Museum ist seit 1995 Teil des Deutschen Technikmuseums. Foto: Imago/Steinach

Wusstet ihr, dass es auf der Welt nur wenige Dinge gibt, die nicht auf die eine oder die andere Weise mit Zucker zu tun haben? Zucker ist immerhin Nahrung, Werkstoff und Energie zugleich. Das 1904 im Institut für Zuckerindustrie in Wedding eröffnete Zucker-Museum ist das älteste seiner Art. Seit 1995 ist es als ständige Ausstellung „Alles Zucker“ im Deutschen Technikmuseum zu sehen. Gezeigt werden Zuckerrüben, verschiedene Arten von Zucker und weitere unterschiedliche Exponate rund um das facettenreiche Biomolekül.


Das Ramones Museum ist leider derzeit geschlossen

2005 wurde das Ramones Museum eröffnet, welches als einziges Museum der Welt die gesamte Geschichte der Rockband The Ramones erzählt. Foto: Imago/Hoch Zwei/Angerer

Ein besonderes Museum in Kreuzberg ist das Ramones Museum, in dem mit über 300 Exponaten die 22-jährige Geschichte der Ramones zwischen 1975 und 1996 erzählt wird. Bestaunen kann man beispielsweise die von Johnny Ramone getragene Bühnenjeans sowie den originalen Bühnenhandschuh von Joey Ramone. Zum Museum gehört neben Ausstellungsräumen auch ein Shop mit Fan-Artikeln und das Café Mania, in dem sich Musikbegeisterte und Rock-Fans gemütlich niederlassen können. Weltweit ist es das erste und einzige Museum, in dem es sich ausschließlich um die New Yorker Punk-Band The Ramones dreht.

Derzeit ist das Museum geschlossen, bitte vorher checken, ob wieder geöffnet ist/wird.


Mehr zum Thema

Wer von Museen nicht genug kriegt, sollte einen Blick auf unsere Liste mit 12 Museen legen, die immer einen Besuch wert sind. In Berlin gibt es zudem spannende skurrile Museen, darunter das Ramones Museum, die es zu entdecken gilt. Neben Museen interessieren euch auch Ausstellungen in Berlin? Hier finden Kultur-Fans die besten Tipps rund um Kunst und Ausstellungen in Berlin.

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