Konzert-Highlights im Juni: Ein Kracher nach dem anderen

Jack White
Als Kopf der Garage-Rock-Band The White Stripes wurde er zur Alternative-Legende. In der Liste „250 Greatest Guitarists of All Time“ des Musikmagazins Rolling Stone belegt er Platz 32. Außerdem betreibt der umtriebige Klangforscher Jack White in Detroit das Musiklabel Third Man Records. Kreativität im Überfluss und live ein krachiges Spektakel.
Columbia Halle Columbiadamm 9-11, Tempelhof, Do 4.6., 20 Uhr, ausverkauft, weitere Infos und Tickets hier
Erobiques große Gartenparty
Carsten „Erobique“ Meyer braucht kein Revival – er ist seit 25 Jahren einfach da, während Disco-Trends kamen und gingen. In Berlin verspricht sein Auftritt das, wofür er bekannt ist: improvisierte Disco-Licks, spontane Balladen, zitierte Hochzeits-Oldies – live, schwitzend, ohne Laptop. Die FAZ nannte ihn „lebende Discokugel“, er selbst nennt sich den letzten Discopunk Deutschlands. Tanzmarathon, Open Air, alle Generationen willkommen und im Vorprogramm spielt auch noch Laing. Das wird eine Party!
Freilichtbühne Weißensee Große Seestr. 10, Weißensee, Fr 5.6.+ Sa 6.6., 19 Uhr, VVK ab 53 €, weitere Infos hier
FKA Twigs

Bei Genrezuordnungen ist Vorsicht geboten — insbesondere, wenn es um die britische Sängerin, Schauspielerin und Tänzerin FKA Twigs geht. Nachdem der Guardian ihre Musik einst als „ätherischen R’n’B“ bezeichnet hatte, reagierte sie verärgert und sprach von einem Beispiel „schlampigen Journalismus“. Treffender ließe sich ihr Sound wohl als eine Schnittstelle aus Hyperpop, Trap und elektronischen Klangtexturen beschreiben. Ebenso eklektisch wie präzise komponiert sind ihre Bühnenshows, die beinahe den Charakter eines Gesamtkunstwerks annehmen: Neben der Musik spielen Mode, Choreografie und Lichtdramaturgie eine zentrale Rolle. Kein Wunder also, dass die 38-Jährige Anfang des Jahres in einem Interview erklärte, bei ihren Performances gleichermaßen von klassischem Ballett und Oper beeinflusst zu sein.
Velodrom Paul-Heyse-Str. 26, Prenzlauer Berg, Fr 12.6., 20 Uhr, Tickets ab 83€, weitere Infos hier
Hayley Williams
Als Sängerin von Paramore wurde Hayley Williams in den Nullerjahren zur Heldin der Generation Y. Seit 2020 widmet sie sich vermehrt ihrer Solokarriere. Alternative-Pop vom Feinsten! Auch die Vorband Water from Your Eyes sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.
Tempodrom Möckernstr. 10, Kreuzberg, Mo 15.6., 20 Uhr, ausverkauft, weitere Infos hier
Doja Cat
Wenige Leute prägen die aktuelle Pop-Kultur so massgeblich wie die US-amerikanische Rapperin, Sängerin und Songwriterin Doja Cat. Alles, was sie macht ist stilprägend. Im Juni spielt der Weltstar in der Berliner Uber Arena.
Uber Arena Uber Platz 1, Friedrichshain, Mi 17.6., 20 Uhr, Tickets ab 66€, weitere Infos hier
Citadel Music Festival mit vielen Highlights
Im Juni startet das Citadel Music Festival durch, mit Fat Freddy’s Drop, Massive Attack, Deine Freunde, Mac DeMarco, den Kings of Leon und den Pixies geht die Open-Air-Saison gut los. Ein besonderes Highlight wird das Konzert der Wave-Rock-Ikonen B-52’s. Den ganzen Sommer über ist richtig was los in der Spandauer Renaissance-Festung. Was euch alles beim Citadel Music Festival erwartet, erfahrt ihr hier.
The B-52’s in der Zitadelle Spandau Am Juliusturm 64, Spandau, Mi 24.6., 19 Uhr, VVK 75 €, weitere Infos hier
30 Jahre Karrera Klub Weekender
In den 1990er-Jahren brachte der Karrera Klub Indie und Britpop nach Berlin, jetzt werden 30 Jahre Karrera Klub gefeiert. Mit dabei sind die britischen Indie-Legenden Maxïmo Park, die schwedischen Rocker Friska Viljor, Julia Effekt aus Wien und die Shout Out Louds aus Stockholm. Natürlich steht der Party-Chef Spencer am DJ-Pult. Alles Gute, das wird ein Fest!
30 Jahre Karrera Klub Weekender – 2 Nights with Bands and DJs Astra, Revaler Str. 99, Friedrichshain, Fr 19.6.+Sa 20.6., VVK ab 53 €, weitere Infos hier
Snail Mail
Alles andere als lahm: Die Show der Indie-Rockerin Snail Mail verspricht Grunge und Gefühl im Columbia Theater. Nach einer Stimmband-OP im Jahr 2021 musste sie das Sprechen und Singen teilweise neu lernen — ihre Stimme klingt seitdem heller. Mehr zu dem Konzert-Highlight im Juni lest ihr exklusiv auf tip+.
Columbia Theater Columbiadamm 9-11, Tempelhof, Sa 2.6., 20 Uhr, VVK 31,50 €, weitere Infos und Tickets hier
Aldous Harding

Aldous Harding ist ein Mysterium und eine der spannendsten Songwriterinnen ihrer Generation. Auf ihrem fünften Studioalbum „Train On The Island“, das in den legendären Rockfield Studios in Wales entstanden ist, schlüpft die neuseeländische Musikerin zu Pedal-Steel-, Harfen- und Synth-Klängen in verschiedene Rollen. Ihr Gesangsstil ist dabei so divers, dass man meinen könnte, in jedem Song eine andere Person singen zu hören. Das kann schon mal verstören, vor allem aber hypnotisiert diese faszinierende Wandlungsfähigkeit. Die Frau der vielen Stimmen hat etwas zu sagen. Das merkt man sofort.
Huxleys Neue Welt Hasenheide 107/113, Neukölln, So 21.6., 20 Uhr, VVK 41 €, weitere Infos und Tickets hier
LP-Verlosung bei Interesse, Mail bis 12.6. an: [email protected], Kennwort: Harding
Fête de la Musique/French Night
Die Fête de la Musique ist das größte Musikfest der Welt, das gilt auch für Berlin. Jahr für Jahr gibt es am längsten Tag des Jahres Konzerte an jeder Ecke. Ein besonderes Highlight ist die French Night im Kesselhaus mit aktuellen und innovativen Sounds aus Frankreich. Natürlich kostenlos!
Fête de la Musique So 21.6., hunderte Orte in der gesamten Stadt, Partnerbezirk ist in diesem Jahr Reinickendorf, der Eintritt ist frei, mehr Infos online
French Night Kesselhaus in der Kulturbrauerei, Knaackstr. 97, Prenzlauer Berg,
So 21.6., 22.30 Uhr, Eintritt frei, mehr Infos hier
Guns N‘ Roses
Die in den vergangenen Wochen veröffentlichten Singles „Nothin’“, „Atlas“, „The General“ und „Perhaps“ deuten es bereits an: Vielleicht steht tatsächlich ein neues Album bevor. Zwar stammen die Songs noch aus den Sessions zu „Chinese Democracy“ (2008), doch die Metal-Band ließ inzwischen verlauten, tatsächlich an einem neuen Longplayer zu arbeiten. Allerdings mahlen die Mühlen bei Guns N‘ Roses bekanntlich langsam – die Arbeiten an „Chinese Democracy“ dauerten immerhin satte 15 Jahre. Die aktuelle Setlist verbindet neues Material mit Klassikern wie „Rocket Queen“, „Sweet Child O’ Mine“ oder „Paradise City“ und streut zudem Coverversionen von den Misfits, Jimmy Webb, Velvet Revolver und Black Sabbath ein.
Uber Arena Uber Platz 1, Friedrichshain, Di 23.6.+Do 25.6., 20 Uhr, Tickets ab 115€, weitere Infos hier
Limp Bizkit
Das 30. Jubiläum der Nu-Metal-Veteranen stand im vergangenen Jahr unter keinem guten Stern. Bassist und Gründungsmitglied Sam Rivers starb unerwartet im Alter von 48 Jahren. Zuvor hatte Frontmann Fred Durst zwar ein neues Album angekündigt, doch dieses lässt weiterhin auf sich warten. So bleibt die Bowie-Hommage „Thank You“ bislang der einzige neue Song seit etlichen Jahren – allerdings ist es nicht unwahrscheinlich, dass live weiteres unveröffentlichtes Material vorgestellt wird.
Parkbühne Wuhlheide An der Wuhlheide, Oberschöneweide, Mi 24.6., 18.15 Uhr, VVK 100€, weitere Infos und Tickets hier
Pulp
Im vergangenen Jahr veröffentlichte die Britpop-Band mit „More“ ihr erstes Album seit 24 Jahren. Es vereint all das, was die Gruppe bereits in den 1990er-Jahren groß gemacht hat: üppige orchestrale Arrangements und eingängige, dabei nie anbiedernde Melodien. Hinzu kommen Flirts mit Funk, Disco und Gospel sowie verspielte Texte voller Anspielungen auf Ingmar Bergman. Großes Kino – auch im übertragenen Sinne. Zum ersten Mal seit 30 Jahren spielen die Briten wieder in Berlin und geben am Samstag gleich ein Zusatzkonzert.
Tempodrom Möckernstr. 10, Kreuzberg, Do 25.6.+Sa 27.6., 20 Uhr, Tickets ab 77€, weitere Infos hier
Beirut

Am 26. Juni spielt der Indie-Star Beirut in seiner Wahlheimat Berlin. Eine seltene Gelegenheit, denn oft bekommt man den Meister-Melancholiker aus Lichtenberg nicht zu Gesicht. Alles zum Beirut-Konzert-Highlight lest ihr hier.
Tempodrom Möckernstr. 10, Kreuzberg, Fr 26.6., 20 Uhr, ausverkauft, weitere Infos hier
Bruno Mars
Fast zehn Jahre ist seine letzte große Headliner-Welttour schon her. Nach Las-Vegas-Shows und ausgewählten Auftritten kehrt Bruno Mars nun endlich auf die große Bühne zurück. Fast 40 Konzerte in Nordamerika und Europa wurden angekündigt, darunter zwei Abende im legendären Wembley-Stadion. Auch Berlin will sich der Superstar 2026 natürlich nicht entgehen lassen. Am 26., 28. und 29. Juni spielt der Power-Performer im Olympiastadion. Mit dabei: der US-amerikanischer R&B-Sänger, Rapper, Schlagzeuger und Musikproduzent Anderson .Paak, mit dem Mars schon seit Jahren eng zusammenarbeitet, und die Hit-Garantin Victoria Monét. Mehr zu den Mega-Shows lest ihr hier.
Olympiastadion Berlin Olympischer Platz 3, Westend, Fr 26.6.+So 28.6.+29.6., 18 Uhr, eventuell Restkarten, weitere Infos hier
Nick Cave & The Bad Seeds

Die Konzerte des in London lebenden Australiers Nick Cave sind meist eine hochemotionale Angelegenheit. Er lebt in seinen romantischen Songs und Balladen das Pathos. Und das Publikum lässt sich davon anstecken und ist meist tief ergriffen. Seine Open-Air-Show in der Waldbühne ist jetzt schon ein Jahres-Highlight!