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Nachhaltige Haussanierung in Lankwitz

Nachhaltige Haussanierung in Lankwitz
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Die Fassade: schmucklos, schmutzig und an vielen Stellen von abbröckelndem Putz geprägt. Die Form: kantig, sparsam, irgendwie einfallslos. Hätte Edgar Döwe das von seinen Eltern geerbte Haus in der Lankwitzer Schneebergstraße, ein 1966 erbauter, zweistöckiger Flachbau, vor ein paar Jahren auf dem Berliner Immobilienmarkt angeboten, dann wären Käufer allenfalls an dem großen Grundstück interessiert gewesen: Die Abrissbirne hätte Platz für lukrative, neu erbaute und schönere Eigentumseinheiten geschaffen.

Doch Edgar Döwe, ein Architekt, sah Potenzial in dem unscheinbaren Gebäude. Außerdem wollte er zeigen, dass sich auch dieser fern jeder ökologischen Überlegungen errichtete Komplex in ein gleichermaßen ansehnliches, wie fortschrittliches und baubiologisch korrektes Domizil verwandeln lässt. Bei der kürzlich beendeten Runderneuerung des Gebäudes hatte Energieeffizienz, gepaart mit gesundheitsverträglichen Materialien oberste Priorität. Herausgekommen ist bei der Sanierung nun nicht nur ein optisch ausgesprochen gelungenes Schmuckstück. Das Haus beeindruckt auch durch seine inneren Werte: Statt mit Glasfaser oder gar giftigem Styropor wurde das Gebäude teils mit Holzfaser, Schafwolle oder Hanf gedämmt. Geheizt wird mit einer solarunterstützten CO2-neutralen Hypokaustenheizung, die über die Wände ausstrahlt und somit die Staubzirkulation reduziert.  Nicht zuletzt wurden die elektrischen Leitungen sternförmig verlegt, um schädliche Induktionen zu vermeiden.

Nun hofft der Architekt, diese nachhaltige Form der Haussanierung multiplizieren zu können. Sein Wohnhaus könnte da echte Überzeugungsarbeit leisten.

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Text: Eva Apraku
Fotos: Edgar Döwe
Info: atelier33-berlin.de, Tel.: 325 55 38d

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