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Nachhaltigkeits- Plattform savemynature.com hat hehre Ziele

Savemynature.com hat das Ziel,  Umweltschützer global zu vernetzen und ein gemeinsames Umweltbewusstsein zu schaffen. Dazu bedient man sich der Gepflogenheiten sozialer Netzwerke: die Nutzer erhalten ein Profil , können E-mails versenden, auf Pinnwände von Umweltfreunden posten, Gruppen gründen usw. Das besondere ist die Geokodierung von Umweltereignissen auf einer Weltkarte, die den Hintergrund der Seite bildet. Dort geokodieren User positive und negative Umweltaktionen, können sie mit Bildmaterial unterlegen und kommentieren, z.B. die illegale Abfallentsorgung im eigenem Kiez. Das soll Probleme spürbarer machen.
Ob die reine Visualisierung auch zum nachhaltigerem Handeln bewegt und die Brandmarkung einer Mülldeponie auch zu deren Verschwinden führt, bleibt jedoch fragwürdig. Zwei Säulen bilden das Grundgerüst der Seite: die Kommunikation untereinander, aber auch das Bereitstellen von Wissen in einer Wissensdatenbank. Überwacht wird diese von einem dreiköpfigen Redaktionsteam. Die Verifizierung der Beiträge wird vom Naturfreund jedoch hauptsächlich selbst erwartet.

Angeblich steigen die Mitgliederzahlen, aber bisher fehlen markante Projekte. Einzig die Produktion eines kostenpflichtigen Onlinegames läuft bereits. In „Greenville“ kann man in einem beliebigen Stadtteil Berlins Umweltschutz spielen. Das Ziel, CO2 einzusparen, erreicht man durch den Einsatz nachhaltiger Technologien. Die dabei generierte „Grüne Währung“ kann der User für beliebige Umweltschutzaktionen einsetzen, die dann in der Realität tatsächlich ausgeführt werden sollen. Die nötigen Gelder spielend heranzuschaffen und somit gleichzeitig zu mehr Aktivismus zu motivieren klingt ganz lustig. Die Wirkung scheint aber genau wie das Medium selbst noch etwas weit von der Realität entfernt zu sein. Die Idee eines vernetzenden Umweltaktivismus ist zu begrüßen, ob die Nutzer genügend Eigeninitiative zeigen, spielt dabei aber eine entscheidende Rolle. Angesichts der Startschwierigkeiten und den vorerst alleinigen Bezug auf Berlin wird sich die globale Verbreitung wohl noch verzögern. Bis die erspielte „Grüne Währung“ reale Früchte trägt, sollten sich alle in Geduld üben.

Text: Marie Widdrat

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