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Neu in Berlin: Phil Collins

Phil Collins_Foto:Sinisa Mitrovic
tip Warum sind Sie nach Berlin gekommen?
Phil Collins Warum kommt überhaupt jemand nach Berlin, wenn nicht, um dem Horror des täglichen Lebens zu entkommen, sich einen Lesben-Haarschnitt verpassen zu lassen und dann, während eines kurzen Heimaturlaubs, anzugeben, indem man fortwährend über Berlin redet.


tip Was hat Sie am meisten überrascht?
Collins Die Freuden des S-Bahn-Trinkens: Zwei Euro zehn – der Alkohol ist im Eintritt nicht enthalten – für stundenlanges, ungestörtes Trinken. Aufgestylte Fremde zu ignorieren hat noch nie so viel Spaß gemacht.

tip Was würden Sie hier gerne ändern?
Collins
Den Namen der Stadt. Hat man jemals überlegt, wie viel eingängiger der Name ,Merlin‘ ist? Denkt mal drüber nach, Merliners. Allein die Styling-Möglichkeiten … lange Bärte, mittelalterlicher Look.

tip Was vermissen Sie hier?
Collins Diät-Salatsauce, vegetarischer Haggis, unbarmherzig schlechtes Wetter und Leute, die Künstler und Web-Designer hassen.

tip Welche/n Berliner/in würden Sie gerne kennenlernen?
Collins Letztens beobachtete ich zwei Großmütter, wie sie ihre Krücken miteinander verglichen, und fühlte diese unaussprechliche Traurigkeit, ausgeschlossen zu sein. Die fehlenden sprachlichen Voraussetzungen ließen mich am Rande sitzen, während ich sonst im Zentrum einer heiseren Debatte hätte sein können, in der es um Models, Effektivität und Bequemlichkeit ging.

tip Wie reagieren Berliner auf ihren Namen?
Collins Jeder weiß, dass Merliners NIEMALS auf etwas reagieren. Das ist Regel Nummer eins im Handbuch.

Protokolliert: Eva Apraku

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