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Neue Grafik und Design: Illustrative 2016

Die Illustrative im Direktorenhaus wird zum Stützpunkt für angewandte Kunst und Illustration

Illustrative e.V. 2016/ Daniel Clarke

Ziemlich genau vor zehn Jahren erfanden Pascal Johanssen und Katja Kleiss die Illustrative, ein Festival, das junger, angewandter Grafik ein Forum bieten wollte. Damals war der Bereich in Berlin unterrepräsentiert, und damit wurde von dem Kuratorenduo eine Lücke geschlossen. Grafiker, Zeichner, Comickünstler und Designer aus aller Welt kommen seitdem alle zwei Jahre zusammen, zeigen neue Werke (zumeist freie Arbeiten), geben Workshops und diskutieren über aktuelle Tendenzen. Besonders interessant sind die von Johanssen anvisierten Verschränkungen zwischen den Kreativen und der Industrie, schließlich müssen die Künstler auch von etwas leben.
Zwar hat sich in der Zwischenzeit die Situation verändert und Berlin ist zu einer internationalen Drehscheibe für Illustratoren und Zeichner geworden. Ungezählte Künstler bezogen Ateliers zwischen Neukölln und Wedding und andere Festivals entstanden – etwa die Berlin Graphic Days –, die eine ähnliche Ausrichtung haben. Dennoch ist und bleibt die Illustrative von großer Bedeutung für die Szene. Vor allem die Eröffnungsfeiern sind legendär.
Auch 2016 wird der Young Illustrators Award vergeben, eine Auszeichnung für Nachwuchstalente, und in der Hauptausstellung werden Arbeiten von Carla Fuentes, Dane Patterson, Justyna Stasik, Mat Maitland, Lucy Hardie und vielen anderen zu sehen sein. Ein Rahmenprogramm, darunter die „Collectors Night“ für Fachbesucher, rundet das Festival ab.

Illustrative 2016 The Biennale of ­Illustration & Graphic Art, Direktorenhaus, Am Krögel 2, Mitte, 14.-23.10.,
www.illustrative.de

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