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Neuer Entwurf für das Freiheits- und Einheitsdenkmal von Wolfgang Quint

Ein Denkmal
Das erste Wettbewerbsverfahren ist abgeschlossen. Aber keiner der 532 Entwürfe konnte überzeugen. Im Gegenteil. Die Jury sprach angesichts von Bananen und Schlümpfen auf So­ckeln von „komplettem Schrott“. Das spornte den Lehrer Wolfgang Quint an. In stundenlanger Heimarbeit fertigte er ein Denkmal, das von zwei zusammenwachsenden Eichen über Bodenzeichnungen bis zu einem Ost-West-Fenster und einem Kolonnadengang durchdacht ist. Der Schriftsteller Stefan Heym inspirierte Quint mit dem Satz vom „Fenster, das aufgestoßen werden soll“
zu seinem „Zeitfenster“, das sich einmal am Tag öffnen soll. Die Kolonnade wiederum erzählt die Geschichte der deutschen Teilung mit Monitoren in den Säulen. „Zeit ist die übergeordnete Größe des Denkmals“, erklärt Quint. Und Zeit wird noch ver­gehen, bis ein neuer Wettbewerb eröffnet wird. In diesem Jahr rechnet kaum jemand mehr damit.

Text: Britta Geithe / Foto: Schnitger

www.einheitsdenkmal.com

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