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Neues aus der Kunstwelt Berlin

kunstGerade erst wurde bekannt, dass sich Dmitri Vrubel weigert, sein Bild „Mein Gott hilf mir, diese tödliche Liebe zu überleben“ erneut auf die sogenannte East Side Gallery, die Hinterlandmauer der DDR am Ostbahnhof, zu malen. Aber deshalb müssen die Berliner nicht darauf verzichten, denn im Lichthof des Auswärtigen Amtes wird das Bild im Rahmen der Ausstellung Born in the USSR (28.4.-19.5.) zu sehen sein.

Am Freitag (3.4., 19 Uhr) wird bei Walden Kunstausstellungen, eine eigenartige Kunstmesse eröffnet. Da Walden mit dem Beherbergen einer großen Messe rein physisch an seine Grenzen stieße, wird das Messekonzept modifiziert. Der große Zirkus wird zum Zirkus Minimus geschrumpft. Auf rund 120 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden 44 Ausstellerinnen und Aussteller die Möglichkeit haben, ihre Ideen einer Messepräsentation im Format 1:10 auszustellen.

Die Galerie Pixel Grain startet ihre Ausstellungsserie Photographie in Ostdeutschland mit ,zu hause‘ – Berka 1950–1960 – Photographien von Ludwig Schirmer. 20 Jahre nach dem Mauerfall sind der Grund für die Galerie, eine Ausstellungsserie zu initiieren, die eine Auswahl der besten Werke von bekannten, aber auch wiederentdeckten Fotografen versammelt, die das Leben vor dem Mauerfall in allen Facetten dokumentierten. Die Hommage an Ludwig Schirmer, der in den 50er Jahren zunächst als Müllermeister in dem thüringischen Dorf Berka arbeitete, ist ab Don­nerstag (2.4., 19 Uhr) zu sehen.
Galerie Pixel Grain, bis zum 8.5., Mo-Fr 9-21 Uhr, So 14-20 Uhr.

Die Eröffnung der Ausstellung von Katharina Grosse „Shadowbox“ in der Temporären Kunsthalle, findet am Samstag, 9.4., von 21 bis 23 Uhr statt und ist, wie die Veranstalter betonen, selbstverständlich für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Gespannt darf man sein, wie sie mit vier überdimensionalen gewölbten Ellipsen, die bis fast unter die neun Meter hohen Deckenbalken der Temporären Kunsthalle ragen, umgeht. Schließlich will sie „einen performativen Denkraum“ eröffnen, in dem jeder die Wirklichkeit anders wahrnehmen kann: ohne Gut und Böse, ohne Hierarchien, ohne Grenzen. Ab Freitag, 10.4., tgl. 11-18 Uhr, Sa bis 21 Uhr, während der Feiertage: 10.4., 11-19 Uhr, 11.4., 11-21 Uhr, 12.+13.4., 11-19 Uhr.

Neben den bereits in dieser Legislaturperiode beschlossenen 450 Millionen Euro werden im Rahmen des heute vom Senat verabschiedeten Konjunkturprogramms weitere 25 Millionen Euro in die Sanierung von Berliner Kultureinrichtungen fließen. Davon erhält der Hamburger Bahnhof 1,5 Millionen Euro. Vielleicht schafft das Museum dafür ja mal Sitzmöbel an, damit man auch mal bequem Kunst genießen kann.

Françoise Cactus’ Ausstellung „Häkeldiven und Starletten“ wird mit einer Finissage am Freitag, 3.4., 20 Uhr, in der Galerie Crystal Ball, beendet.

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