Kultur

Neues aus der Kunstwelt

Ausstellungen„Schönheit gibt es nur noch im Kampf“, so lautet der 7. Artikel des Futuristischen Manifestes, des berühmten 1909 von Filippo Tommaso Marinetti in der französischen Tageszeitung „Le Figaro“ veröffentlichten Gründungsdokuments des Futurismus, der einen radikalen Bruch mit den ästhetischen Vorstellungen seiner Zeit vollzog. Die Futuristen lehnten jedwede Rezeption klassischer Motive ab, die als Besessenheit für das Alte, als „Passatismo“ gebrandmarkt wurde. Am Donnerstag, 19.3., um 19 Uhr wird der Kunsthistoriker Philippe Daverio im Rahmen der vom Italienischen Kulturinstitut Berlin organisierten Veranstaltungsreihe 1909–2009. Hundert Jahre Futurismus über die Fragen, die sich im Zusam­men­hang mit der futuristischen Ästhetik stellen, in einem Vortrag im Martin-Gropius-Bau, Niederkirchner Straße 7, Kreuzberg, sprechen.

Mit „In a Turning Time: America and American Art at the Advent of Obama“ eröffnet die Temporäre Kunsthalle am Freitag, 20.3., um 20 Uhr, die neue Gesprächsreihe „Visiting Berlin“. Dort wird Thomas Eller mit Nadine Robinson, Warren Niesluchow­ski und Gregory Volk sprechen, wie der politische und kulturelle Wechsel von amerikanischer zeitgenössischer Kunst thematisiert wird. Wie dient hier die Kunst als Medium kritischer Analyse? Anlässlich der Ausstellung „Discover US! Carnival Within. An Exhibition Made in America“ (Eröffnung: 27.3.) des Dis­cover-US!-Projektes in Berlin werden diese und ähnliche Fragestellungen diskutiert.

Über 20 kreative, junge aufstrebende Künstler aus ganz Deutschland, aber auch internationale Berühmtheiten wie William Forsythe und Alexander MacLean, haben im Kompendium Wii love arts – herausgegeben vom Kehrer Verlag – thematisiert, was Kunst und die Spielekonsole Wii verbindet: Bewegung – als Schnittstelle zum Spielen, das fasziniert auch Künstler. Das Kompendium wird am Donnerstag, 19.3., 18-19 Uhr, im Berlinomat – der Plattform für Berliner Künstler und Designer – in der Frankfurter Allee 89, Fried­richshain, vorgestellt.

Mit der Galerie Mario Mazzoli kommt eine Galerie für zeitgenössische Kunst mit Fokus auf multimedialer Kunst und zeitgenössischer Musik nach Berlin. Die Räume wurden speziell für die Präsentation von Klang- und Videoarbeiten konzipiert. Die Galerie weitet das Konzept des Kunstsammelns auf Werke aus, die normalerweise dem Bereich von Konzertmusik zugeschrieben werden. Die Kataloge enthalten akus­tische und elektro-akustische Arbeiten in Form von Originalpartituren mit Aufnahmen. Die künstlerischen Produkte, die die Galerie Mazzoli verkauft, lassen sich in vier Kate­go­rien einteilen: Multimediale Kunstwerke, Klanginstallationen (inkl. Equipment), Originalpartituren mit Publikationsrechten und Ausstellungskataloge. In der Eröffnungsausstellung wird mit „Anlage“ die Installationskunst vier bekannter Künstler der elektronischen Musikszene präsentiert: Agostino Di Scipio, Michael J. Schumacher, boris d hegenbart-matsui und Douglas Henderson (Abb.). Galerie Mario Mazzoli, Zimmerstraße 13, Kreuzberg, Di-Sa 12-18 Uhr, 28.3.-30.5.2009, Eröffnung: Freitag, 27.3., 18 Uhr.

Die Klara Wallner Galerie verabschiedet sich Ende März aus der Rudi-Dutschke-Straße 26, um im September am Tempelhofer Ufer 36, Kreuzberg, 1. Hof, Seitenflügel rechts, 4. Etage, mit einer Ausstellung des Künstlers Sebastiaan Schlicher wieder neu zu entstehen.

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