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„Offener Kanal“ heißt jetzt „Alex“

FernsehkameraBeim Durchzappen ist man immer wieder drauf hängen geblieben: Nicht, weil das Programm so interessant war, sondern weil sich die sonderbaren Selbstdarsteller in schlechter Videoqualität so unerfrischend vom Rest der Hochglanz-Fernsehwelt absetzten. Richtig hängen geblieben ist man trotzdem nie auf dem Offenen Kanal, auf dem Bürger für Bürger Fernsehen machten und letztlich meist doch nur ihre eigenen Befindlichkeiten unsicher in die Kamera lächelten.
Damit ist es nun vorbei: Bereits Ende 2007 übernahm Volker Bach als Geschäftsführer den Offenen Kanal, der sich neuerdings unter dem Namen „Alex“ präsentiert. Erste Amtshandlung von Bach war Anfang 2008 die Aufrüstung der Technik. Die Kameras sind inzwischen alle HD-fähig, alte VHS-Kassetten haben keine Chance mehr auf eine Ausstrahlung.
Auch am Programm-Schema hat man bei „Alex“ ordentlich gearbeitet. Konnten sich die freiwilligen Programmmacher ihre Sendeplätze früher frei aussuchen, wird heute an die Mechanismen der Fernsehkultur Tribut gezollt. Eine knochentrockene Wissenschaftsdiskussion wird es am Samstag Abend nun nicht mehr geben.
Bei allen Neuerungen nicht geändert hat sich jedoch das Grundprinzip des Offenen Kanals (der sich nun ja „Alex“ nennt). Mitmachen kann jeder, der es sich zutraut und wer es sich nicht zutraut, kann bei „Alex“ sogar Workshops belegen.
Das Fernsehprogramm von „Alex“ ist im Berliner Kabelnetz über den Sonderkanal 8 zu empfangen oder im Internet unter www.alex-berlin.de zu sehen. Auf der Internetseite gibt es auch alle Informationen für die, die mitmachen wollen. Über Satellit und DVB-T ist „Alex“ nicht empfangbar.

Foto: Regina Prutek/www.pixelio.de 

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