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„orange­lab“ am Ernst-Reuter-Platz Berlin

orangelabDer Ernst-Reuter-Platz: ein Kreisverkehr unweit der Technischen Universität, umgeben von weniger schönen Häuserfassaden. Nicht gerade der Ort, den man als erstes mit der Berliner Kunst- und Kulturszene assoziiert. Aber genau diese Verbindung hat der Schauspieler Hans Brückner hergestellt. Im Jahr 2009 organisierte er erstmals das Projekt „30 Tage Kunst“ – mit dem Vorsatz, sich selbst und anderen eine Freude zu machen. Gleichzeitig schuf er damit auch eine Bühne für eher unbekannte Künstler.

Nun kann man wieder bis Ende November Kunst im Eventraum „orange­lab“ am Ernst-Reuter-Platz erleben. Der Begriff der Kunst ist dabei durchaus allumfassend zu verstehen: Kammermusik, deutschsprachiger Elektropop, Classic Jazz, Puppentheater für Erwachsene, Lesungen. Zum Beispiel führt ein Quintett, unter anderem mit dem schauspielenden Multitalent Bengt Kiene und der Synchronsprecherin Agnes Regan, am 12. November mit „Saufen“ eine „hochprozentige ­Lesung“ auf. Einen Tag später setzen die Gitarristin Gemma Pallarйs und der Schauspieler und Übersetzer Recai Hallaç eine Erzählung des türkischen Schriftstellers Oguz Atay szenisch um. Kultur am Ernst-Reuter-Platz: Das klingt plötzlich gar nicht mehr so sehr nach einem Widerspruch. Für 30 Tage zumindest.                    

Text: lmb
Foto: Matthias Hornung

30 TAGE KUNST
orangelab
Ernst-Reuter-Platz 2, Charlottenburg, täglich bis Fr 30.11., 16 bzw. 20 Uhr, www.30tk2012.sehrgut.de

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