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Internationale Tourismusbörse

Palmen und irre Präsidenten

Die Türkei wirft sich auf der ITB in Schale. Kann man ein Land bereisen, ­dessen Präsident unliebsame Personen einbuchtet, wie zuletzt Deniz Yücel?

Wenn diese Woche auf dem Messegelände ein Meet & Greet von Weltformat steigt, nämlich die Internationale Tourismusbörse, wird die prekäre Weltlage wichtiges Thema sein. Die drängendste Frage: Was bedeutet Reisen, wenn Autokraten in den Ferienländern regieren? Der Schatten fällt besonders auf die Türkei – Sehnsuchtsort der Deutschen, zugleich Fanal einer werdenden Diktatur. Mittlerweile zieht die Abwärtsspirale auch Berliner Jungs in den Strudel, etwa den „Welt“-Korrespondenten Deniz Yücel, der in U-Haft sitzt. Ungerührt von Erdogans Willkürherrschaft buhlen Veranstalter  aus Vorderasien um die Gunst der Urlauber; mit über 50 Ausstellern ist die Türkei das engagierteste ITB-Gastland. Ein Aufruf, Antalya & Co. weiter zu bereisen, trotz Risiken. Zumindest können auch die Stimmen der Vernunft dort Unterstützung gebrauchen.

ITB Messegelände, Westend, Fachbesucher: bis So 12.3., Publikumstage: Sa+So 11.+12.3.

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