Kultur

S-Bahn-Chaos in Berlin

S-Bahn-Chaos in BerlinNoch nie in der rund 85-jährigen Geschichte der Berliner S-Bahn musste der Verkehr aus technischen Gründen so stark eingeschränkt werden wie zur Zeit. Noch mindestens bis zum 9. August werden acht Streckenabschnitte des S-Bahn-Netzes nicht mehr befahren, da den Betreibern aufgrund weiterer Sicherheitschecks an den Wagen momentan nur rund ein Viertel der Züge zur Verfügung steht. Insgesamt 19 Bahnhöfe werden durch die Einschränkungen nicht mehr von regulären S-Bahn-Zügen angefahren.
Harsche Kritik gab es dabei vor allem an der Informationspolitik der S-Bahn. So wies am ebenfalls betroffenen Alexanderplatz bis zum späten Sonntag kein einziges Hinweisschild darauf hin, dass an dem Bahnhof der S-Bahnverkehr vorübergehend eingestellt wird.

Alle Informationen im Überblick

– Ab Montag, den 20. Juli nicht mehr von der S-Bahn angefahren werden die Bahnhöfe: Pichelsberg, Stresow, Spandau, Grunewald, Tiergarten, Bellevue, Hauptbahnhof, Hackescher Markt, Alexanderplatz, Janowitzbrücke, Wartenberg, Hohenschönhausen, Gehrenseestraße, Altglienicke, Grünbergallee, Flughafen Schönefeld, Strausberg Nord, Strausberg Stadt und Hegermühle.

– Wer nicht spontan an sein Ziel muss, sollte sich vorher über Alternativen informieren. Im Internet geht dies am besten auf www.vbbonline.de und www.bvg.de

– Die BVG setzt auf fast allen U-Bahnlinien Züge mit maximaler Länge im Fünf-Minuten-Takt ein. Auf fast allen Straßenbahnlinien werden die Züge ebenfalls verlängert. Auch größere Busse werden eingesetzt.

– Ohne Aufpreis kann man auch mit einem S-Bahn- oder BVG-Ticket die Regionalzüge innerhalb der Tarifzonen nutzen. Die Züge fahren bis zu sieben Mal pro Stunde und sind vor allem in Richtung Spandau und Flughafen Schönefeld die schnellste Alternative. Auch die Strecke zwischen Bahnhof Zoo und Ostbahnhof wird von Regionalzügen bedient.

– Auf den nicht befahrenen S-Bahnstrecken ist ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Foto: Janine/www.pixelio.de

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