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Schauspielstudenten demonstrieren für Neubau

neubauDer Haushaltsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses hatte sich in der vergangenen Woche gegen einen vorgesehenen Neubau (Abbildung) entschieden. Der neue Campus in der Berliner Chausseestraße ist seit 15 Jahren in Planung und soll nun nicht umgesetzt werden, weil die voraussichtlichen Kosten über Plan liegen. Die SPD-Fraktion sei nicht bereit, die um 1,8 Millionen Euro auf 36,4 Millionen gestiegenen Kosten für den geplanten Neubau mitzutragen, sagte deren finanzpolitischer Sprecher Torsten Schneider. Ursprünglich waren 28 Millionen Euro für die Schule vorgesehen. Die Fraktion habe bereits einer Steigerung auf 34 Millionen zugestimmt. Mehr soll nicht mehr genehmigt werden. Stattdessen sollen jetzt die bisherigen vier Standorte der Hochschule saniert werden.

„Wer auch immer diese Stadt regiert, hat dafür zu sorgen, dass diese unendliche Geschichte zu einem Ende kommt“, sagte eine Sprecherin der Studenten während der Kundgebung. Am 14. Juni soll das Parlament entscheiden. An der Demonstration beteiligte sich u.a. auch Schauspielerin Nina Hoss, die selbst an der Hochschule studiert hat. Unterstützung unterhält die Schauspielschule auch von den Theaterleitern Frank Castorf, Ulrich Khuon, Armin Petras, Claus Peymann und Jürgen Schitthelm. Regisseur Alexander Lang sagte gegenüber der Berliner Zeitung, es sei „katastrophal, was mit jungen Menschen in Berlin gemacht wird, ich kann mich für diese Stadt nur schämen“. Es sei „ein kulturelles Verbrechen“, wie mit dieser Schule umgegangen werde, die einen internationalen Ruf habe und ein wertvolles Kulturgut sei.

Simulation: promo/Ortner&Ortner

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