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Skaten als Lebenseinstellung für jung… und alt!

Skaten

Schon auf dem Weg zum Park am Gleisdreieck sieht man sie überall: Menschen unterschiedlichen Alters, die sich auf Skate- und Longboards über den Asphalt schlängeln. Auffallend viele Kinder versuchen sich hier unter Anleitung ihrer Väter im Erlernen der Grundkenntnisse des Skateboardfahrens: anrollen, aufsteigen, Balance halten.
Auch Markus Thummerer, Bassist der ehemaligen Skate-Core-Band Disaster Area aus Berlin, kommt gerne hierher und dreht ein paar Runden durch die Bowls auf dem Platz. Häufig begleitet von seinem 25-jährigen Sohn und seiner elfjährigen Tochter, die ebenfalls begeistert Rollbrett fahren.
Erwachsene und Jugendliche, die gemeinsam Skateboard fahren – in den 70er-Jahren unvorstellbar, wurde das Skateboard doch damals mehr als Ausdrucksmittel einer rebellischen Jugendkultur denn als Sportgerät gesehen. „Als ich 1975 angefangen habe zu skaten, wurde man als Teenager noch schnell in die Outlaw-Ecke gedrängt. Das lag vor allem daran, dass es fast nirgendwo erlaubt war zu skaten. Im Märkischen Viertel, wo ich aufgewachsen bin, war das anders. Da gab es jede Menge Beton. Schon nach ?kurzer Zeit waren wir eine richtige Gang, die regelmäßig mit dem Rollbrett losgezogen ist.“ Der 50-Jährige hat von seiner Begeisterung fürs Skateboardfahren bis heute nichts verloren und ist neben seinem Sport auch seinem Look treu geblieben. „Man ist nie zu jung oder zu alt zum Skateboardfahren“, sagt Thummerer. Der Sport rund ums Rollbrett war immer mehr als nur Fun. Skaten ist und bleibt eine Lebenseinstellung – und in diesem Sommer sicherlich das lässigste Fortbewegungsmittel auf den Straßen Berlins.

Text: Dina Herrler

Foto: Astrid Döring

Tempelhofer Freiheit
Mit über 300 Hektar Fläche und endlosen, asphaltierten Wegen ist der Ex-Flughafen optimal für Skater aller Stilrichtungen. Eingänge z. B. Tempelhofer Damm.
?www.tempelhofer-park.de

Skatehalle Berlin
Die Halle ist nicht nur was für Regentage, sondern auch für Herausforderungen. Hier skaten Einsteiger, Könner und Profis.
Revaler Straße 99, ?www.skatehalle-berlin.de

Skatepark Hasenheide
Dass der reine Streetpark vor rund neun Jahren von aktiven Skatern geplant wurde, merkt man bis heute. Man trifft man vor allem Könner.
Hasenheide, Höhe Columbiadamm 160, Neukölln

Mellowpark
60?000 Quadratmeter Skater-Glück, draußen mit Skatepark für Streetstyle-Fans und Bowl für Fortgeschrittene, Indoor mit Halfpipe.
An der Wuhlheide 256, Oberschöneweide, www.mellowpark.de

Park am Gleisdreieck
Der Park bietet neben asphaltierten Radwegen eine Anlage für Skateboarder, die aus zwei Bowls (flach und tief mit Cradle, Roll-in sowie Loveseat) besteht.
Eingang Yorckstraße, Kreuzberg

Spandauer Schifffahrtsdamm
Der 8,2 Kilometer lange Asphaltweg am Spandauer Schifffahrtsdamm liegt zwischen Wasser und Wäldern und bietet für Inlineskater und Skateboarder echtes Fahrvergnügen.
Nordufer 1, Wedding

Volkspark Friedrichshain
Der 850 Meter lange Rundkurs im Volkspark Friedrichshain ist für Anfänger ein gefahrloses Übungsterrain.
Am Friedrichshain 1, Friedrichshain

Kronprinzessinnenweg
Der vier Kilometer lange Weg im Grunewald war als Skatestrecke bereits zu Mauerzeiten ein Klassiker für alle Rollsportler. Gute Asphaltqualität, aber am Wochenende stark frequentiert.
Kronprinzessinenweg 1,? Zehlendorf

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