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Spiel und Sport im Berliner Sommer

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Stefan Hartmann gehört zur hochkarätigen Berliner Riege der Sterneköche und ist Inhaber von Hartmanns Restaurant in Kreuzberg.

Was hat dich zu einem Golfspieler werden lassen und wann ging es damit los?
Ich fing als Sechsjähriger an, Hockey zu spielen. Da meine Eltern beide Golf spielten, bin ich irgendwann einfach mal mitgegangen. Ich spielte nicht häufig, aber immer wieder mal. Vor sieben Jahren fing ich durch Thomas Kurt vom E.T.A. Hoffmann wieder an zu spielen.

Was hast du anderen Golfspielern voraus und was nicht?
Durch das Hockeyspielen habe ich ein anderes Selbstverständnis, den Ball zu schlagen. Die Dinger fliegen einfach weiter, und zwar viel weiter. Und genau das kann auch mal eine Schwäche sein. Aber es ist immer ein Wahnsinnsspaß!

Wo bist du lieber? Auf dem Golfplatz oder in der Küche deines Restaurants?
Die Frage erübrigt sich eigentlich, denn letztes Jahr habe ich ungefähr 12-mal Golf gespielt und im Gegensatz dazu 280 Tage in der Küche gestanden. Dieses Jahr will ich mein Handicap aber verbessern und öfter Golf spielen. Am liebsten schlage ich eh um 7 Uhr ab. Da ist nix los auf dem Platz und man geht gut in den Tag hinein. Wenn ich dann entspannt in der Küche stehe, ist das ein perfekter Tag.

Stefans Empfehlungen:
Berliner Golf Club Gatow – Fernab des Großstadttrubels und doch stadtnah liegt diese schöne 18-Loch-Anlage an einem stillgelegten Militärflughafen, umgeben von landwirtschaftlich genutzten Feldern.
Sparnecker Weg 100, Gatow, Tel. 365 00 06, www.golfclubgatow.de, Bus X34, 134, tgl. ab 8 Uhr, Greenfee für Gäste ab 30 Ђ

Berliner Golf- und Country Club Motzener See – Die Motzener Golfanlage liegt 15 Kilometer südlich von Berlin und wird im Juni um neun interessante Bahnen erweitert. Zur 27-Loch-Anlage gehört zudem ein 9-Loch-Kurzplatz.
Am Golfplatz 5, 15749 Mittenwalde OT Motzen, tgl. ab 8 Uhr, Tel. 033769-501 30, www.golfclubmotzen.de, Zufahrt über A
13, Restaurant tgl. ab 9 Uhr (wetterabhängig), Tel. 033769-501 35, Greenfee für Gäste ab 18 Ђ

JW_Bouleplatz_Paul-Lincke-UferBOULE
Neben ihrem Studium der Kunstgeschichte und BWL ist Judith Berganski eine erfolgreiche Boulespielerin mit vielen nationalen und internationalen Titeln. 2008 war sie Vizeeuropameisterin „Espoirs“ (U23) und 2009 Espoirs-Europameisterin.

Wann und warum hast du mit dem Boulespielen angefangen?
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Frankreich-Urlaub mit den Eltern. Es war 1996 irgendwo in der Provence, gleißende Sonne, rettender Schatten unter riesigen Platanen, altehrwürdige Männer mit Stahlkugeln, Goldkettchen und lederner Haut. Der Traum jeder Neunjährigen. Ehrlich wahr.

Was muss eine Boulespielerin draufhaben?
Man sollte was können an der Pastisflasche. Außerdem braucht man Talent zur psychologischen Kriegsführung. Mit einer gesunden Fähigkeit zum Schönreden der eigenen Kugeln, erscheinen diese auf einmal ein paar Zentimeter näher am Schweinchen oder als unüberwindbare, quasi felsbrockengroße Hindernisse für den Gegner. Lässig eingeworfene Universalweisheiten unterscheiden zudem den langjährig geschulten Spieler vom blutigen Anfänger. Nicht nur deshalb sollte man als Neuling unbedingt „Pйtanque“ statt „Boccia“ sagen und niemals saubere oder noch viel schlimmer handtuchgroße Lappen zum Abwischen der Kugeln benutzen! Ach, und was auch zählt, ist ein bisschen Technik und Taktik und so.

Was macht dich zum Boule-Profi?
Ich spiele seit gefühlt 43 Jahren im Nationalkader und bin in der Zeit um mindestens genauso viele Jahre gealtert. 2008 im ersten Anlauf U-23-Vizeeuropameister und 2009 dann der herbeigesehnte U23-Europameistertitel. Ansonsten Turniersiege,
Landesmeistertitel, Bundesligajahre und 2012 ein 5. Platz bei der Damen-EM. Aber was mir immer noch auf der Mikrowelle, wo nur die wirklich wichtigen Pokale aufbewahrt werden, fehlt, ist ein deutscher Meistertitel.

Judiths Empfehlungen:
Bouleplatz Paul-Lincke-Ufer – Am Kreuzberger Kanalufer zwischen Forster und Liegnitzer Straße klicken bis spät in die Nacht die Boulekugeln von Profis und Laien. Auf Parkbänken und einer kleinen Ufermauer beobachten Spaziergänger und andere Sportsfreunde den Spielverlauf.
Paul-Lincke-Ufer, zwischen Forster und Liegnitzer Straße, Kreuzberg, U-Bhf. Schönleinstraße

Bouleplatz Rykestraße – Der Bouleplatz zwischen einer Häuserschlucht beherbergt die wohl einzige, wenn auch unauffällige
Berliner Bouleskulptur aus öffentlicher Hand. Ein prima Ort, um eine ruhige Kugel zu schieben.
Rykestraße 34, Prenzlauer Berg, M10, M2

Bone_UaferroFUSSBALL
Er ist in Berlin aufgewachsen und startete seine Kickerlaufbahn beim VSG Altglienicke. Später führte der Weg von Bonй Uaferro zu Union Berlin und von dort in die zweite Mannschaft von Schalke 04, sein momentaner Heimatverein.

Wann hast du zum ersten Mal gegen einen Ball getreten und warum bist du dann Fußballer geworden?
Wann das genau war, kann ich nicht sagen. Ich weiß aber, dass ich mit vier Jahren bei meinem ersten Fußballverein angemeldet war, dem VSG Altglienicke. Fußball hat mir vom ersten Moment an Spaß gemacht und ich war in jungen Jahren schon ehrgeizig.

Was unterscheidet dich von anderen Fußballspielern?
Ich denke, ich habe eine gewisse Ruhe und Technik am Ball, die für meine Position als Innenverteidiger selten ist und immer wichtiger wird.

Welche Zukunftsvisionen hast du hinsichtlich deiner weiteren Fußballkarriere?
Ich möchte im Fußball so weit wie möglich kommen, viele Erfolge feiern und in der höchsten Liga ein wichtiger Leistungsträger werden.

Bonйs Empfehlungen:
Fußballkäfig am Wasserturm – Während drumherum die Mütter ihren Nachwuchs im Kinderwagen vorbeischieben, verbringen die älteren Kids ihre Nachmittage gern auf dem Fußballplatz am Wasserturm.
Diedenhofer Str. 7/8, Prenzlauer Berg, U-Bhf. Senefelderplatz

Sportplatz im Görlitzer Park – Im Görlitzer Park wird nicht nur viel gegrillt, dort wird auch kräftig gekickt. Der Sportplatz im Park ist ein beliebter Treffpunkt für den Kreuzberger Fußballnachwuchs.
Wiener Str. 59, Kreuzberg, U-Bhf. Görlitzer Bahnhof

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