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Street Art am Alexanderplatz

Streetart_am_AlexKunst, die dem Betrachter in der kleinen Passage zwischen der Galeria Kaufhof und dem Park-Inn-Hotel regelrecht zu Füßen liegt: auf dem Gehweg. Zum Beispiel ein Kinderkopf. Das Bild stammt von dem Italiener Martino (25), der seinen Nachnamen nicht im tip lesen möchte. 2009 machte er seine Leidenschaft zum Beruf. Als Kunstnomade zieht er seitdem umher, leben will er dabei von Ausstellungen und durch seine Straßenkunst. Vor drei Monaten kam er nach Berlin.

Nach Stationen an der Oberbaumbrücke und am Potsdamer Platz hat er am Alex für sich den perfekten Platz gefunden. Durch das Dach, das die Passage überspannt, ist er vor Regen und Schnee geschützt, die Lampen geben ihm Licht. Egal ob Menschen mit Affen auf dem Kopf, Hunde­gesichter oder ein Fisch, der aus einem (echten) Gully lugt: Hier kann er seiner Fantasie freien Lauf lassen. Nur die BSR teilt seinen Kunstgeschmack nicht. Wenn deren Reinigungstrupps fertig sind, sind Martinos Kreidekonturen nur noch zu erahnen. Eines Tages will er weiterziehen, in die nächste Stadt, vielleicht ins nächste Land. Seine Kunstwerke aber bleiben. Nicht auf den Gehwegen, aber im Internet. Auf seiner Homepage veröffentlicht Martino regelmäßig seine Kunstwerke: in Bildern und Videos.

Text: Franziska Tremper-Jeschke & Constantin Treisch
Foto: Benjamin Pritzkuleit     

www.martinopitture.blogspot.com

 

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