Kultur

Tattoo-Ketten

Tattoo-Ketten

Eine schwarz glänzende Nylon­kette kringelte sich kürzlich um den Hals von It-Girl Bonnie Strange. Spätestens da war klar: Ein weiteres Relikt aus den 90ern ist wieder da. Die Tattoo-Kette – im Fach­jargon Tattoo Choker – kommt ohne Verschluss aus und passt sich durch ihre hohe Elastizität an die jeweilige Kragenweite des Trägers an. Den Variationen sind dabei keine Grenzen gesetzt. Ob klassisch schwarz, in grellen Neon-Regenbogenfarben, mit Anhänger, als Kette, Armband oder Ring. Mit Angelschnur, Schere und Feuerzeug lassen sie sich ganz einfach selbst machen, dafür gibt es sogar YouTube-Tutorials.
Was früher pubertierenden Mädchen vorbehalten und als Gimmick in diversen Jugend­zeitschriften zu finden war, wird jetzt also von mode­bewussten Trendsettern getragen. Ob das schick aussieht, ist eine andere Frage. Zumindest aber muss man sich bei diesem Revival nicht ärgern, falls man die Originale aus den 90ern nicht aufbewahrt hat – schließlich ist das Plastikteil schon ab 1,95 Euro im Handel erhältlich. Einen Preis für Umweltfreundlichkeit erhält die Tattoo-Kette damit sicher nicht. Aber die spielt in der Modewelt ja häufig eine unter­geordnete Rolle.

Text: Lea-Maria Brinkschulte 

Foto: Lena Ganssmann

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