Kultur

Tennis reloaded auf Wii

sportDeutsches Tennis ist momentan eigentlich ein Trauerspiel. Die German Open in Berlin – beerdigt. Oder Boris Becker. Der spielt nur noch bei der Damenwahl Serve-and-Volley. Man möchte seinen Schläger irgendwo hinrammen, wie dereinst John McEnroe. Aber es geht auch ohne. Drei Designer haben in Berlin den womöglich weltweit ersten virtuellen Tennisverein gegründet. Statt eines Rackets schwingen die Tennisfreunde Berliin seit zwei Jahren in Clubs und Bars die Controller der Wii-Spielkonsole von Nintendo, in der Mitte des Mini-Courts
eine Videoleinwand, auf der virtuell das Spielfeld flimmert. „Wir suchen für unsere Turniere immer nach neuen, originellen Orten“, sagt Mitgründer Patrick Kochlik. Mitmachen kann jeder: Computerspielen als soziale Integration. Sonderpunkte gibt es für artgerechte Garderobe wie Stirnbänder oder weiße Shorts und für typische Handbewegungen wie die Becker-Faust. Bislang habe aber noch keiner das Spielgerät nach der Methode McEnroe malträtiert, bekennt Kochlik. „Dafür würde ich eventuell sogar Extrasonderpunkte verteilen.“

Text: rik

www.tennisfreundeberliin.de

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