Theater

3sat Theaterpreis geht an „Weibsteufel“-Trio

Bevor der eigentliche Gewinner des Theatertreffens feststeht, gibt es alljährlich seit mittlerweile 13 Jahren einen weiteren Preis zu verteilen: den 3sat-Preis für eine besonders herausragende künstlerische Leistung. In diesem Jahr wurde dafür erstmals eine neue Form gefunden: Eine vierköpfige Jury sollte sich live und vor Publikum auf einen Kandidaten einigen. Schafft sie es nicht, innerhalb einer Stunde auf einen Nenner zu kommen, dann verfällt das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

Im Boxring gegenüber saßen sich Theaterkritikerin Eva Behrend, die Autorin Jenny Erpenbeck, der Publizist C. Bernd Sucher und BE-Intendant Claus Peymann, der schnell das Ruder und die Meinungsbildung übernahm.
Sieger durch k.o. wurde am Ende das Schauspielertrio Birgit Minichmayr, Nicholas Ofczarek und Werner Wölbern aus der Inszenierung „Der Weibsteufel“ vom Akademietheater Wien, Regie: Martin Kusej. Sie teilen sich den mit 10 000 Euro dotierten 3sat-Preis beim Berliner Theatertreffen. Darauf einigten sich die Juroren am Samstagabend in einem live übertragenen Streitgespräch. 

Bisherige tip-Rezensionen zum Theatertreffen:

Kleinkunst: „Alle Toten fliegen hoch“

SCHILLERND: „DIE RÄUBER“

KLAMOTTE: „DER PROZESS“

EDELBOULEVARD: „HIER UND JETZT“

SCHMUCKSTÜCK: „WUNSCHKONZERT“

GRANDIOSES DA-DA-STÜCK: „EINE KIRCHE DER ANGST VOR DEM FREMDEN IN MIR“

Die neun Stücke des Theatertreffens 2009

Interview mit Christoph Schlingensief

 

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