Theater

Airport Kids im HAU2

Airport_KidsLola Arias und Stefan Kaegi von der Gruppe Rimini Protokoll haben acht solcher zwischen den Welten und Kontinenten reisenden Kinder zwischen acht und vierzehn Jahren nach ihren Erinnerungen, ihrem Alltag, ihren Utopien gefragt. Da erzählt zum Beispiel die zehnjährige Kristina aus Moskau, die mit sieben Jahren nach Lausanne kam, dass sie mit der neuen Sprache eine neue Person geworden sei. Um sich dann an ihre russische Kindheit zu erinnern, wobei klar wird: Damals hatte sie ein zu Hause, jetzt ist sie unterwegs. Airport Kids heißt das Stück, das gerade deswegen so eindrücklich wirkt, weil den Kindern jede Ironie fremd ist.
„Third Culture Kids“ nennen Soziologen diese jungen Global Player, die in keiner früheren und auch nicht in der neuen, sondern in einer Art „dritten Kultur“ leben, ständig im Übergang, ein Leben in Zwischenräumen. Wie die achtjährige Garima aus Indien, die nur noch per Video mit den anderen Kindern auf der Bühne kommuniziert. Bei den Proben zu dem Stück war sie noch dabei, inzwischen ist sie mit ihrem Vater, der für Tetra Pack arbeitet, schon wieder weitergezogen, in ein anderes Land, eine andere Welt.

Text: Michaela Schlagenwerth

Airport Kids
HAU 2,
Mi 22. bis Sa 25.10., 20 Uhr,
Karten unter Tel. 25 90 04 27

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