Theater

Armin Petras Intendanz endet

/Armin_PetrasArmin Petras’ sieben Jahre am Maxim Gorki Theater waren eine gute Zeit. Petras hat ein junges Publikum in sein Theater geholt, sich immer wieder überraschend und eigensinnig an deutscher und Berliner Geschichte abgearbeitet, sein Ensemble entwickelt, und, na ja: für gute Laune gesorgt, ohne sich anzubiedern oder in die Beliebigkeitsfalle zu tappen. Davon, dass das Kleinste der Berliner Staatstheater Sparmanövern des Senats zum Opfer fallen könnte, redet auch dank Petras’ erfolgreicher Intendanz niemand mehr – hoffen wir, dass das so bleibt. Zum Abschied, bevor Petras nach Stuttgart wechselt und Shermin Langhoff das Theater übernimmt, spendiert sich das Gorki-Team ein kleines Festival, im Stil des Hauses unter einem mindestens doppelbödigen Titel, frei nach Stephan Heym: „Fünf Tage im Juni“.

An diesen fünf Tagen gibt’s auf den Bühnen, im Garten, im Brinkmannzimmer, auf dem Vorplatz und überall, wo man irgendwie spielen kann, 17 Inszenierungen und Musik, vom frühen Abend bis nach Mitternacht. „13 Regisseure, die den Spielplan und das Profil des Hauses in den vergangenen sieben Jahren wesentlich mitgeprägt haben, werden mit unserem Ensemble kleine und größere Beiträge und Performances erarbeiten, um das ganze Theater bis zum Schluss zu einem Ort der künstlerischen Spurensuche, des Austausches und des Miteinanders zu machen“, kündigen die Gorki-Dramaturgen an. Sehr schön ist schon mal der Titel einer dieser Inszenierungen: „Warum ist nicht alles schon verschwunden“.

Foto: Harry Schnitger

Fünf Tage im Juni

Maxim Gorki Theater,
Mi 12.–So 16.6., ­
Karten-Tel. 20 22 11 15

 

Interview mit Armin Petras über seinen Abschied vom Gorki

 

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