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Aufführungen von „Demenz Depression und Revolution“ werden ausgesetzt

Demenz_Depression_und_RevolutionStellungnahme im Wortlaut:
„Am Samstag, 5. Januar 2013, hatte die Produktion „Demenz Depression und Revolution“ am Maxim Gorki Theater Premiere. Zur Uraufführung kam damit ein Text des Autors Fritz Kater, der im henschel SCHAUSPIEL Theaterverlag Berlin verlegt wird und bei dem die Rechte an diesem Stück liegen. In diesem dreiteiligen Werk, untertitelt mit „studie zu 3 mythen der gegenwart“, transformiert der Autor Fitz Kater medial viel diskutierte Themen zu einer künstlerischen Übersetzung. Im zweiten Teil „Depression“ wird die Geschichte einer Depression eines Fußballtorwarts thematisiert, in die Facetten des in der Öffentlichkeit mit großer Anteilnahme diskutierten Lebens- und Leidensweges von Robert Enke eingearbeitet worden sind.
Sollten durch unsere Aufführung die Gefühle von Frau Enke verletzt worden sein, bedauern wir dies außerordentlich. Dem Maxim Gorki Theater und dem Team um den Regisseur Armin Petras ging es ausschließlich darum, an dieser Stelle das persönliche Schicksal Enkes und seines Krankheitsbildes in einen archetypischen und damit allgemeingültigen Fall zu überführen und sich auf diesem Weg mit der Krankheit Depression künstlerisch auseinanderzusetzten und das Ergebnis zur Diskussion zu stellen. Den an einer Depression Erkrankten wird in unserer Inszenierung Hochachtung und Respekt entgegengebracht, wie sich auch der Premierenberichterstattung entnehmen lässt.

Dem Maxim Gorki Theater ist es ein wichtiges Anliegen alle durch das Theaterstück entstandenen Probleme und Fragen einvernehmlich mit Frau Enke zu klären und zu einer Lösung beizutragen. Bis eine solche gefunden ist, verzichtet das Maxim Gorki Theater bis auf weiteres auf die Ansetzung des zweiten Teils der Aufführung.“

Foto: Bettine Stöß

Interview mit Armin Petras (entstand vor der Premiere)

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