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„Berliner ?Peinlichkeit“ von Peter Laudenbach

Peter Laudenbach

Dem für seine Experimentierfreude bewunderten Solistenensemble Kaleidoskop droht wegen der immer noch fehlenden Grundfinanzierung das Aus. Und das bei einem dank der vielen hochkarätigen Gastspiele (zuletzt bei der Ruhrtriennale) und bescheidenen Künstlergagen konkurrenzlos hohen Eigenfinanzierungsanteil von 70 Prozent.
Im aktuellen Haushaltsentwurf ist Kaleidoskop nicht berücksichtigt. Weil sich das Ensemble  wagemutig zwischen klassischer Musik, Installation und Performance bewegt, ist es durch sämtliche Förderraster gefallen. Seit Ende des Jahres 2014 erhält das Ensemble keine Basisförderung mehr – Folge der Fehlentscheidung einer überforderten Jury. Das Ensemble Kaleidoskop droht zum Opfer verkrusteter Mechaniken einer inadäquaten Förderstruktur und einer ignoranten Kulturpolitik zu werden. Dabei sind die Summen, um die es geht, verglichen mit den Millionenetats der großen Häuser vergleichsweise bescheiden: 270.000 Euro im Jahr für die Basis-Infrastruktur. Seit 2014 führt Berlins innovativstes Klassik-Ensemble Gespräche mit der Berliner Kulturverwaltung – vergeblich. Vom Kulturstaatssekretär Renner bekommen sie warme Worte, aber keine Unterstützung.

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