Kultur

Cabdance

Cabdance

Jecko Siompo ist in der Tanzszene von Jakarta zu Hause, der HipHop-Choreograf Kadir „Amigo“ Memis ist Berliner. Jetzt choreografieren sie gemeinsam ein Stück über die beiden Städte.
Die Tänzer tragen Masken gegen den Smog. Jakarta ist ein „unendlicher, nie versiegender Lärm“, erzählt Amigo. „Alles ist Metall: die Motoren, das Blech, die Gongs. Die Menschen vom Land erfinden hier Jobs, etwa als Straßenpolizisten, die das Chaos zu schlichten versuchen — und von dankbaren Fahrern Trinkgeld erhalten“, erzählt Amigo. Wie tanzt man, wenn man keinen Platz hat? In der Enge eines Taxis, wie es die beiden schon in einem Kurzfilm zeigten: bei den „Choreographic Captures“. Oder man tanzt auf einem Bein, wie ein Kranich: ein sehr alter Tanz, den es in Jeckos Heimat Papua-Neuguinea heute noch gibt, genau wie in Amigos Geburtsland Anatolien.

Text: Arnd Wesemann

Foto: Kolja Brandt

Cabdance, HAU 1, Di 24., Mi 25., Fr 27.6., 20.30, Karten-Tel. 25 90 04 27, www.hebbel-am-ufer.de

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