Theater

Dada Berlin mit Rainald Grebe

DADABerlinDada ist knapp 100 Jahre alt, Hugo Balls hat sein erstes Dada-Manifest im Juli 1916 geschrieben: „Wie erlangt man die ewige Seligkeit? Indem man Dada sagt. Wie wird man berühmt? Indem man Dada sagt. Mit edlem Gestus und mit feinem Anstand. Bis zum Irrsinn, bis zur Bewusstlosigkeit.“ Und selbstverständlich ist Dada auch im 96. Jahr noch immer nicht zur Vernunft gekommen. Dass Dada lebt, wird Rainald Grebe in seiner neuen Show im Maxim Gorki Theater beweisen: „Dada Berlin“, der Titel des Abends, klingt wie eine Diagnose des Berliner Dauerzustands.

Zur Vorbereitung hat sich Grebe durch Lautpoesie von Raoul Hausmann bis Kurt Schwitters gelesen. „Ein Theaterabend, eine Fernsehshow oder ein verrückter, bürgerlicher Salon nur für gute Freunde“ verspricht das Gorki Theater: „Ein wilder Abend zwischen Spießern, Neospießern und Altavantgardisten, zwischen damals und heute. Ist die Kunst am Ende und wenn ja, ab wann? Kann Rainald Grebe eine Fernsehshow machen, wenn er selbst gar keinen Fernseher hat? Und wie soll er ein Format entwickeln über ein Thema, das alle Formate sprengt?“ Darauf kann es nur eine Antwort geben: Dada. Mit edlem Gestus und feinem Anstand bis zum Irrsinn.    

Foto: Thomas Aurin

Dada Berlin
im Maxim Gorki Theater,
Mo 29.10., Fr 2., Di 20.11., 19.30 Uhr,
Karten-Tel. 20 22 11 15

 

PORTRÄT RAINALD GREBE

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